TEHERAN / TEL AVIV (inn) – Das iranische Regime hat erneut mehrere Raketensalven auf Wohngebiete in Israel abgefeuert. Im Zentrum des Landes erlitten am Samstag bei Angriffen mit ballistischen Raketen mit Streumunition fünf Menschen leichte Verletzungen.
Zudem entstand Sachschaden an Häusern unter anderem in Tel Aviv, Ramat Gan, Bnei Brak und Petach Tikva, wie die Nachrichtenseite „Times of Israel“ berichtet. In Rosch HaAjin wurde eine Stromleitung getroffen, was teilweise zu Stromausfall führte.
Überdies beschoss das iranische Militär Ziele in mehreren Golfstaaten. An einer Ölraffinerie in Kuwait brach ein Brand aus. In Bahrain wurden vier Menschen durch Trümmer verletzt. Zudem entstanden Schäden an zwei Gebäuden in Dubai. Eines beherbergt eine Niederlassung des amerikanischen Technologiekonzerns Oracle.
Suche nach amerikanischem Piloten
Das US-Militär sucht unterdessen nach einem vermissten Piloten, nachdem am Freitag im Iran zwei amerikanische Kampfjets angegriffen wurden. Ein Besatzungsmitglied konnte gerettet werden. Der Iran setzte eine Belohnung für denjenigen aus, der den Vermissten ausfindig macht. Im Laufe des Ende Februar begonnenen Krieges hatte es bereits mehrmals iranische Falschberichte über einen angeblichen Abschuss bemannter feindlicher Flugobjekte gegeben.
Die israelische Armee indes setzte ihre Angriffe auf strategische Infrastruktur in Teheran fort. Iranische Medien berichteten von Beschuss auch im Süden. Dieser habe unter anderem petrochemischer Industrie und einer Zementfabrik gegolten. Auf dem Gelände des Kraftwerkes Buschehr sei ein Mitarbeiter getötet worden.
Die Iranische Revolutionsgarde spricht derweil von einem Angriff auf ein Schiff, das „eine Verbindung zu Israel hat“. Dieses sei durch den Beschuss in der Straße von Hormus in Brand geraten. Die maritime Standortverfolgung ergab laut der Zeitung „Yediot Aharonot“, dass es sich um das Containerschiff MSC Ishyka handeln müsste. Dieses fährt unter liberianischer Flagge. Die Berichte über einen Angriff lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
In staatlichen iranischen Medien hieß es, Schiffe mit lebenswichtigen Waren und humanitärer Hilfe dürften die Straße von Hormus passieren – wenn sie iranische Häfen oder Ziele im Golf von Oman ansteuern. (eh)
3 Kommentare
Ich wünsche dem abgeschossenen amerikanischen Kampfpiloten viel Glück.
Hat Trump nicht gesagt, dass Iran keine Luftwaffe, keine Luftabwehr und auch sonst nix mehr hat ? Ich wünsche natürlich auch, dass der amerikanische Navigator unbeschadet davon kommt, Vielleicht können ihn die Israelis da herausholen ?
Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf strategische Infrastruktur in Teheran fort. Muss das sein? Ja, je mehr desto besser.