Verletzte bei Zusammenstößen zwischen Siedlern und Palästinensern

NABLUS (inn) - Ein Palästinenser hat am Samstagmorgen im Westjordanland einen neunjährigen Israeli leicht verwundet. Wenige Stunden nach dem Angriff randalierten Dutzende Siedler in einem palästinensischen Dorf bei Nablus. Mehrere Palästinenser erlitten Verletzungen.

Der Palästinenser war nachts in den israelischen Außenposten Schalhevet Jam nahe der Ortschaft Jitzhar eingedrungen. Offenbar wollte er Vieh stehlen. Er zündete ein leerstehendes Gebäude an. Daraufhin erblickte er das Kind und stach auf es ein. Anschließend verschwand der Angreifer. Der Junge wurde in ein israelisches Krankenhaus gebracht, wie das Nachrichtenportal „Walla“ berichtet.

Mehrere Stunden nach dem Vorfall begaben sich israelische Siedler aus Jitzhar in die nahe gelegene palästinensische Ortschaft Assira al-Kabalija. Laut der Armee schoss einer der Israelis mit einem Revolver. Vier Palästinenser seien verletzt worden. Nach palästinensischen Angaben gab es acht Verwundete. Zudem hätten die Siedler Häuser und Fahrzeuge beschädigt.

Infolge der Zusammenstöße erhöhten die israelischen Sicherheitskräfte im gesamten Westjordanland die Alarmbereitschaft. Grenzschutz und Polizei kamen mit einem großen Aufgebot nach Assira al-Kabalija, um die Gemüter auf beiden Seiten zu beruhigen.

In den vergangenen Wochen hatte es in der Gegend mehrfach Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Israelis gegeben. Palästinenser warfen Israelis vor, ihnen landwirtschaftliche Ausrüstung gestohlen zu haben. Zudem beschuldigten sich Vertreter der beiden Seiten gegenseitig, die Äcker der anderen in Brand gesteckt zu haben.

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