Vatikan-Vertreter in Nazareth: „Moscheebau ist Provokation“

NAZARETH (inn) – In ungewöhnlich scharfer Form hat sich der Vertreter des Vatikan in Nazareth am Donnerstag gegen den Weiterbau an der umstrittenen Moschee in der nordisraelischen Stadt ausgesprochen.

In einer ersten Anhörung vor dem von der israelischen Regierung eingesetzten Komitee sagte der Vatikan-Vertreter in Nazareth, Pater Pierbattista Pizzaballa, der Bau der Shihab al-Din-Moschee sei eine „deutliche Provokation“ für die Christen in Nazareth.

Doch der Moschee-Bau in unmittelbarer Nähe zur Verkündigungskirche sei auch „für die christliche Welt gänzlich inakzeptabel.“ Die Moschee stelle an diesem Ort zudem eine „Störung für einen der heiligsten Plätze des Christentums“ dar, sagte Pater Pizzaballa. Die moslemische Gemeinschaft habe mit dem Bau der Moschee von Anbeginn an „keine friedliche Koexistenz“
der beiden Religionsgemeinschaften im Sinne gehabt.

Der Vorsitzende des Sonderkomitees, Wohnungsbauminister Natan Sharansky, betonte die Absicht der israelischen Regierung, eine für alle in Nazareth vertretenen Religionen „einvernehmliche Lösung“ zu finden.

Dem Komitee liegen unterdessen offensichtlich Hinweise vor, nach denen die moslemische Gemeinschaft in Nazareth gegen Verpflichtungen verstoßen hat, die vor mehreren Monaten in einer Erklärung mit dem Staat Israel unterzeichnet wurden. Das verlautete aus Kreisen des Komitees.

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