USA weisen palästinensische Ansprüche auf Klagemauer zurück

WASHINGTON (inn) - Die US-Regierung hat die jüngsten Kommentare der Palästinenserführung im Westjordanland zur Klagemauer scharf kritisiert, laut denen die den Juden heilige Stätte muslimisch sei. Die Behauptungen seien "sachlich falsch, unsensibel und höchst provokativ", hieß es aus dem US-Außenministerium am Dienstag.

Der stellvertretende palästinensische Informationsminister Al-Mutawakil Taha hatte Ende November zur Klagemauer eine fünfseitige Studie auf der Internetseite seines Ministeriums veröffentlicht. Dabei hatte er betont, das Dokument spiegle die offizielle palästinensische Haltung in dieser Angelegenheit wider. Taha kam zu dem Schluss, dass die Klagemauer heiliges muslimisches Territorium sei und Teil des palästinensischen Jerusalems sein müsse, da die Juden keinen Anspruch auf das Gebiet hätten.

US-Außenamtssprecher P. J. Crowley sagte am Dienstag, Erklärungen dieser Art schadeten den amerikanischen Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen im Nahostkonflikt. Solche Aussagen könnten zudem Gewalt entfachen. "Wir haben mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) wiederholt besprochen, wie notwendig es ist, jegliche Form der Delegitimierung Israels zu bekämpfen, darin eingeschlossen ist auch die Leugnung der jüdischen historischen Verbindung zum Land", sagte Crowley vor Journalisten laut der Tageszeitung "Jediot Aharonot".

Der Status Jerusalems müsse zwischen den Parteien in Verhandlungen geklärt werden. Die USA wüssten, dass Jerusalem ein sehr wichtiges Thema für Israelis und Palästinenser sowie für Juden, Muslime und Christen sei, so Crowley weiter. Er wies darauf hin, dass sich die US-Regierung auch häufig über israelische Baumaßnahmen im Ostteil der Stadt besorgt geäußert habe. Sowohl Israelis als auch Palästinenser seien hier in der Verantwortung und müssten Bedingungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen schaffen.

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