USA begrüßen Goldstones Reue

WASHINGTON (inn) - Die US-Regierung hat die Kritik von Richard Goldstone am Bericht seiner eigenen Kommission positiv aufgenommen. Der pensionierte Richter aus Südafrika hatte in der "Washington Post" die Behauptung in Frage gestellt, dass Israel vor zwei Jahren im Gazastreifen gezielt Zivilisten angegriffen habe.

"Seit der Goldstone-Bericht erstmals vorgestellt wurde, haben wir deutlich gemacht, dass wir keine Beweise dafür sahen, dass die israelische Regierung absichtlich auf Zivilisten gezielt hat oder in anderer Weise an Kriegsverbrechen beteiligt war. Dies haben wir in der Folgezeit fortgeführt", sagte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, laut einem Bericht der Zeitung "Jediot Aharonot". Die Regierung habe Goldstones Artikel in der "Washington Post" vom Freitag gelesen. Ihr Standpunkt sei gleich geblieben.

Nach Auffassung der US-Regierung habe Israel glaubwürdige interne Prozesse unternommen, um seine eigenen Aktionen zu untersuchen, fügte Toner hinzu. Das habe Goldstone zugegeben. Die USA blieben besorgt wegen der "anti-israelischen Ausrichtung" des UN-Menschenrechtsrates.

Unterdessen teilte ein Sprecher des Rates mit, damit der Bericht zurückgenommen wird, müsse Goldstone dies offiziell beantragen. Das habe er bislang nicht getan. Israel hatte nach der Veröffentlichung des Artikels gefordert, dass der Goldstone-Report für unbrauchbar erklärt wird. Darin werden sowohl Israel als auch bewaffneten palästinensischen Gruppen Kriegsverbrechen vorgeworfen, nicht aber der Hamas.

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