US-Regierung sperrt Konten von Hamas-Unterstützern

WASHINGTON (inn) – Die Regierung der Vereinigten Staaten hat am Dienstag sämtliche Konten von Unterstützern der radikal-islamischen Organisation Hamas gesperrt und Geld beschlagnahmt.

Wie Regierungsbeamte in Washington mitteilten, hat US-Präsident George W. Bush die Aktion gegen insgesamt drei Organisationen selbst angeordnet. Es handelt sich um eine islamische Stiftung in den USA und zwei Finanzgruppen, deren Nähe zur Hamas als erwiesen gilt.

Eine der Organisationen ist die Holy Land-Organisation für Entwicklungshilfe mit Sitz in Richardson (US-Bundesstaat Texas). Ihr waren Ermittler aufgrund des enormen Zuwachses von umgerechnet 28 Millionen Mark im vergangenen Jahr auf die Spur gekommen. Die beiden anderen Gruppen sind derzeit noch nicht bekannt.

Die US-Behörden hatten die Razzia zu einem späteren Zeitpunkt im Dezember geplant, zog sie jedoch vor aufgrund der Terrorattentate am Wochenende. Die Hamas, die bereits auf der „Terror-Liste“ der amerikanischen Regierung steht, hatte die Verantwortung für die Anschläge übernommen, bei denen am Wochenende in Jerusalem und Haifa 26 Menschen starben.

Die Aktion gegen die Hamas-Unterstützer hatte kurz nach Mitternacht begonnen. Sie ist bereits die dritte dieser Art seit Oktober. Vergangenen Monat hatte die US-Regierung bereits schon einmal Konten von Terror-Unterstützern beschlagnahmt.

Minister der sieben führenden Industrie-Nationen (G 7) hatten sich im September diesen Jahres den Plan gefaßt, terroristischen Organisationen die Finanzgrundlage zu entziehen.

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