US-Clowns wollen kranke Israelis aufmuntern

NEW YORK (inn) - Eine Gruppe US-Amerikaner setzt sich seit fünf Jahren regelmäßig zum jüdischen Fest Chanukka ins Flugzeug nach Israel. In ihrem Gepäck finden sich rote Schaumstoff-Nasen, gestreifte T-Shirts und viel zu große, ausgebeulte Schuhe. Die 14 Amerikaner sind Mitglieder der Gruppe "Mitfühlende Clowns". Ihre Mission lautet: Ein Lachen auf das Gesicht von Krankenhauspatienten, Waisenkindern und Flüchtlingsfamilien zu zaubern.

Die „Mitfühlenden Clowns“ („Compassionate Clown Alley“) sind eine gemeinnützige Organisation aus den USA, die im Jahr 2002 gegründet wurde. Ihre Clown-Programme beinhalten sowohl einen therapeutischen als auch einen erzieherischen Aspekt. Zum einen will die Gruppe kranke Menschen durch Scherze aufmuntern und zum anderen möchte sie Teenager darin bestärken sich für andere einzusetzen. Gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“ sagte die Gruppe, dass sie Teenager in der Kunst des „medizinischen Rumalberns“ unterrichtet.

Ziel: Kindern Freude bereiten

Auf Hebräisch nennt sich die Truppe „Lev Leytzan“, was so viel bedeutet wie „Herz eines Clowns“. Jedes Jahr zu Chanukka reisen Mitglieder der Organisation nach Israel, um Kindern  eine Freude zu bereiten. Die Clowns arbeiten eng mit der israelischen Stiftung „Ossie Schonfeld Spiele“ und der Organisation „Chayenu“ zusammen. 

„Ich habe diesen Namen gewählt, weil er das Wesen eines Clowns beschreibt – wir nutzen die Liebe in unseren Herzen, um dass Leben unserer Zuschauer zu erhellen“, sagte Neal Goldberg gegenüber der „Jerusalem Post“. Der US-Amerikaner ist Gründer der „Mitfühlenden Clowns“. Er ist Psychologe. 

„Ich bin davon überzeugt, dass Teenager einen großen Motivationsschub erfahren, wenn sie erleben, dass sie mit ihren Scherzen Menschen helfen können. Diese Erfahrung gibt ihrem Leben eine Bestimmung und ein Ziel“, so Goldberg. 

Geschenke im Wert von 60.000 US-Dollar

Auf ihrer Reise durch Israel wird die Clown-Truppe zwei Kliniken und ein Rehabilitationszentrum besuchen. Aufenthalte in Safed, Bnei Brak und dem ultra-orthodoxen Viertel Mea Sche’arim in Jerusalem sind ebenfalls geplant. Darüber hinaus wird die Gruppe in drei Waisenhäusern Station machen. Eines der Heime wird von der israelischen Wohltätigkeitsorganisation „Migdal Ohr“ betrieben.

Die Clowns werden dabei helfen, Geschenke im Wert von 60.000 US-Dollar zu verteilen. Die Bandbreite der Gaben reicht dabei von iPods bis hin zu Puppen. Das Spielzeug wird von Robert Schonfeld gestiftet, dem Gründer der „Ossie Schonfeld“- Stiftung. Robert Schonfeld spendet die Geschenke in Gedenken an seinen Vater Ossie.

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