US-Bericht: Arafat hat wenig gegen Terror unternommen

WASHINGTON (inn) – Palästinensische Terroristen kommen in der PLO meist ungestraft davon oder werden kurz nach ihrer Festnahme wieder freigelassen – zu diesem Ergebnis kommt das US-Außenministerium in einem Bericht an den Kongress der Vereinigten Staaten.

Zudem hätten führende Köpfe der PLO und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) über terrorisitsche Aktivitäten von Parteien des Palästinenserführers Yasser Arafat und seinen Leibwächtern gewußt und „wenig unternommen um sie zu zügeln“.

„Die PA hat in einigen Beziehungen eine Atmosphäre toleriert, die Gewalt fördert und unterstützt“, heißt es in dem Bericht des Außenministeriums weiter.

Allerdings gebe es keine „eindeutigen Beweise“ dafür, daß Arafat oder andere hochrangige Beamte der PLO aktiv an Terroranschlägen in Israel in der Zeit von Mitte Juni bis Mitte Dezember letzten Jahres beteiligt waren.

Israels Premierminister Ariel Sharon hatte bei seinem letzten Besuch in Washington US-Präsident George W. Bush die „Akte Arafat“ vorgelegt. Arafat sei „unmittelbar an der Planung und Durchführung von Terroranschlägen“ beteiligt gewesen, heißt es in dem rund 100 Seiten umfassenden Dokument. Zudem geht aus der Akte hervor, daß Arafat Mitglieder von Terrorgruppen mit Geldern der Europäischen Union (EU) bezahlt habe. Die EU hat den Vorwurf jedoch zurückgewiesen.

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