Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte Boc, dass sein Land eine ausgehandelte Zweistaatenlösung unterstütze. Netanjahu hatte sich während eines eintägigen Aufenthaltes in Rumänien mit mehreren Regierungsvertretern getroffen, unter anderem auch mit Staatspräsident Traian Basescu. Der Besuch soll nicht nur die bilateralen Beziehungen stärken. Netanjahu versucht auch, Unterstützung gegen die palästinensischen Pläne zu gewinnen, im September die Anerkennung eines Staates bei den UN zu beantragen. Bislang haben sich nur die USA, Deutschland, Italien und die Niederlande gegen den einseitigen Schritt der Palästinenser ausgesprochen.
Israels Regierungschef teilte auf der Pressekonferenz mit, er habe mit Boc unter anderem über die Entwicklungen in der arabischen Welt gesprochen. Wenn es um die Umwandlung in eine Demokratie gehe, könnte Rumänien den arabischen Staaten als Vorbild dienen.
Am Donnerstag brach Netanjahu nach Bulgarien auf. Begleitet wird er dabei von mehreren Ministern. In der Hauptstadt Sofia sollen dann die ersten gemeinsamen israelisch-bulgarischen Regierungskonsultationen stattfinden. Zudem will sich Israels Regierungschef mit seinem bulgarischen Amtskollegen Boyko Borisov und Staatspräsident Georgi Parvanov treffen.
Bulgarien und Rumänien zählen zu den israelfreundlichen Staaten innerhalb der EU. Seitdem sich die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei verschlechtert haben, hat der jüdische Staat damit begonnen, die Verbindungen mit den historischen Rivalen der Türkei auszubauen, neben Bulgarien und Rumänien sind das Griechenland und Zypern.