Unterstützung für Attentäter: Israelischer Araber verurteilt

HAIFA (inn) - Das Bezirksgericht Haifa hat am Dienstag einen israelischen Araber wegen Beihilfe zum Terror zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Der 29-Jährige hatte im Oktober 2005 einen palästinensischen Selbstmordattentäter nach Hadera gefahren. Bei dessen Anschlag kamen sechs Israelis ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verwundet.

Der Angeklagte, Fahri Mansur, muss für 17 Jahre ins Gefängnis. Ihm werden Unterstützung des Feindes in Kriegszeiten und Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Der israelische Araber stammt aus der Ortschaft Dschatt nahe der arabischen Stadt Umm el-Fahm in Nordisrael. Dies berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”.

Dem Gericht zufolge traf er am 26. Oktober 2005 den Attentäter, Hassan Abu Seid. Dieser war mit einer Tasche voller Sprengstoff aus dem Westjordanland nach Israel gelangt. Mansur fuhr den Palästinenser zu einem Markt in Hadera. Der Terrorist sprengte sich vor einem Falafelstand in die Luft.

Gericht: Angeklagter nahm Folgen des Anschlags in Kauf

Nach Auffassung der Richter gibt es keine Beweise dafür, dass sich Mansur nach den tödlichen Folgen des Anschlags gesehnt habe. Doch sei ihm bewusst gewesen, dass er einem Selbstmordattentäter half, der sich auf dem Weg zu einem Anschlag befand.

Das Attentat habe Menschenleben gefordert, heißt es in dem Urteil. Das Ziel des Terroristen sei klar und einfach gewesen: “Die Entfernung des Staates Israel von der Erdoberfläche herbeizuführen.” Die Richter fügten hinzu: “Terrorakte haben die Absicht, der Lebensstruktur in unserem Land zu schaden, Angst und Terror zu verbreiten, die Koexistenz von arabischen und jüdischen Bürgern des Staates Israel zu zersplittern. Wer sich den Terrorakten anschließt, schließt sich den schlimmsten Feinden des Landes an. Der Angeklagte wurde nicht ohne Grund wegen Unterstützung des Feindes verurteilt.”

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