Die Israelis würden zudem eines der jordanischen Grundgesetze des Tourismus brechen. Dieses besagt, dass Gruppen von sechs oder mehr Personen von einem regionalen Führer begleitet werden müssen. Die Touristen aus Israel würden jedoch einzeln die Grenze überqueren und sich später zu solchen Gruppen zusammenschließen. Anschließend würden sie dann ohne Führer reisen, heißt es in dem Beschwerdebrief.
Laut dem Bericht in der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ würden die Israelis illegal in Nationalparks campen und in der historischen Stadt Petra keine Eintrittsgelder zahlen, sondern diese umgehen. Außerdem seien sie unhöflich zu den örtlichen Gesetzeshütern. In einem Fall seien jordanische Behörden an einer strapaziösen Rettungsaktion beteiligt gewesen, als eine Israelin von einem Skorpion gebissen worden war. Als die Frau schließlich in ein Krankenhaus gebracht wurde, habe sie sich geweigert, sich von einem jordanischen Arzt behandeln zu lassen und habe diesen beleidigt.
Zur Klärung der Angelegenheit hat Israels Außenministerium einen hochrangig besetzten Ausschuss einberufen. Zu diesem gehört unter anderen der israelische Botschafter in Jordanien, Jaakov Rosen.