Unabhängigkeitstag: Netanjahu bekräftigt Verpflichtung gegenüber entführtem Soldaten

JERUSALEM (inn) - Israels Premier Benjamin Netanjahu hat erneut versprochen, sich nach Kräften für die Freilassung des entführten Soldaten Gilad Schalit einzusetzen. Anlass war ein Empfang im Haus des Präsidenten zum israelischen Unabhängigkeitstag, der am heutigen Mittwoch gefeiert wird.

„Wir sind verpflichtet, Gilad Schalit unversehrt zu seinen Eltern zu bringen“, sagte Netanjahu laut der „Jerusalem Post“. „Jeder Soldat weiß, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun werden, um ihn lebend und wohlbehalten nach Hause zu bringen. Israel hat volles Vertrauen in die bewaffneten Truppen des Generalstabes.“

Staatspräsident Schimon Peres lobte die Stärke des relativ kleinen Staates Israel: „Es gibt kein anderes Land in der Welt, das in 60 Jahren siebenmal angegriffen wurde, und das zusätzlich zu zwei Intifadas und einem unablässigen Kampf gegen den Terror. Israel war existenziellen Bedrohungen, Vertreibung und Kriegen ausgesetzt. Aber wenn die Geschichtsbücher über uns urteilen, werden wir ein Beweis dafür sein, dass es möglich ist, Erwartungen zu übertreffen und über verfügbare Vorräte hinauszugehen.“

„Israel hat Krieg nicht bestellt“

Die Kritik an der Operation „Gegossenes Blei“ Anfang des Jahres im Gazastreifen wies der Friedensnobelpreisträger zurück: „Sie greifen Israel von innen und von außen an, als ob wir diesen Krieg bestellt hätten und er uns nicht aufgezwungen worden wäre – als ob es möglich wäre, einen Krieg ohne Opfer auszutragen.“

Denjenigen, die für die Zukunft des jüdischen Staates gekämpft hatten, sagte Peres: „Wir haben Sie alle gebeten, hierherzukommen, um Ihnen zu salutieren. Wir können nach 61 Jahren sicher sagen, dass Sie große Siege gebracht haben: sowohl auf dem Schlachtfeld als auch mit der jungen Generation, die Sie vorbereitet haben. Man kann nur stolz auf Ihre Errungenschaften sein.“

Während der Zeremonie erhielten 120 Soldaten besondere Auszeichnungen. Generalstabschef Gabi Aschkenasi sagte, sie bezeugten, dass die junge Generation nicht verfalle, wie es manche meinten. Er betonte, dass Israel nicht durch Terror oder auf dem Schlachtfeld besiegt werden könne. Nur Verhandlungen könnten zu einer Vereinbarung mit den Palästinensern führen, fügte der Generalstabschef hinzu.

An dem Empfang nahmen auch Verteidigungsminister Ehud Barak sowie ehemalige und jetzige Generäle teil. Zudem waren frühere Präsidenten und Regierungschefs sowie führende Vertreter von Geheimdienst und Polizei zugegen.

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