UN-Sicherheitsrat uneinig über Verurteilung Israels

NEW YORK (inn) – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich am Montag nicht auf eine Verurteilung Israels verständigen können. Mit dem Schritt hätte das Gremium die Tötung palästinensischer Teenager bei der Suche nach den vermissten israelischen Jugendlichen angeprangert.
Uneins: Der UN-Sicherheitsrat konnte sich nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme zu Israel einigen.

Der russische UN-Botschafter Vitali Churkin, der dem Sicherheitsrat vorsitzt, habe auf Antrag der Palästinenser einen Vorschlag für eine gemeinsame Stellungnahme formuliert, berichtet der israelische Nachrichtendienst „Arutz Scheva“. Jordanien habe jedoch ein stärkeres Wort als „bedauern“ verlangt. Die Vereinigten Staaten hätten hingegen eine Sprache vermeiden wollen, die Israel direkt kritisiert. So habe es „keinen gemeinsamen Nenner“ gegeben, sagte Churkin.
Bei der Suche nach den seit zwölf Tagen vermissten israelischen Jugendlichen haben israelische Sicherheitskräfte mehrere Razzien durchgeführt. Dabei kamen vier Palästinenser ums Leben. Die Israelis inhaftierten mehr als 350 Verdächtige, darunter etwa 270 Hamas-Mitglieder. Nach israelischen Angaben haben Hamas-Aktivisten die Entführung durchgeführt. Mehrere europäische Staaten, die Europäische Union, die USA sowie UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hatten die Entführung verurteilt (Israelnetz berichtete).

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