UN: Hisbollah soll Leben der entführten Soldaten beweisen

NEW YORK (inn) - Die UNO hat von der Hisbollah Lebensbeweise für zwei entführte Soldaten gefordert. Die Miliz hatte die Israelis im Juli vergangenen Jahres an der nordisraelischen Grenze verschleppt.

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sollten darauf bestehen, Lebenszeichen von den Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev von der Hisbollah zu erhalten. Das sagte der ranghohe UN-Gesandte, Michael Williams, am Mittwoch bei einem Treffen mit Palästinenserchef Mahmud Abbas im Westjordanland.

Der scheidende UN-Gesandte für den Nahost-Friedensprozess äußerte sich zudem besorgt über die herrschende Ungewissheit. „Zu meinem großen Bedauern muss ich sagen – obwohl ich mich in jeder Hinsicht beachtlich bemüht habe -, dass wir 13 Monate nach der Entführung noch immer kein Lebenszeichen erhalten haben. Und damit meine ich nicht die Freilassung oder die Rückführung der Gefangenen. Ich meine Lebenszeichen.“

Staaten mit Beziehungen zur Hisbollah sollten „die Terrorgruppe dazu drängen, sich mit den allgemeinen Menschenrechtsbestimmungen auseinander zu setzen – Lebenszeichen von Gefangenen sollten immer vorliegen“, fügte er hinzu.

Williams sagte bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats, er fördere den israelischen Sicherheitsantrag für einen Gefangenenaustausch, den die Hisbollah allerdings abgelehnt habe. Die Terrorgruppe forderte als Vorbedingung die Freilassung libanesischer Gefangener und möglicherweise auch die anderer Inhaftierter.

Laut einer israelischen Untersuchung geht man davon aus, dass die beiden Soldaten schwer verletzt wurden. Zudem sei der Tod von mindestens einem der Entführten nicht auszuschließen.

Die Entführung der Soldaten Goldwasser und Regev in den Libanon war der Anstoß zum Zweiten Libanonkrieg, in dem rund 1.200 Libanesen und 156 Israelis ums Leben kamen. Der Krieg dauerte vom 12. Juli bis zum 14. August 2006.

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