NEW YORK (inn) – Im Vorfeld des Treffens mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu in New York hat der amerikanische Präsident Barack Obama zum israelisch-palästinensischen Konflikt Stellung bezogen. „Während die Palästinenser dem Terror und der Hetze abschwören und die Legitimität Israels anerkennen müssen, soll Israel verstehen, dass es nicht dauerhaft palästinensisches Land besetzen und besiedeln kann“, sagte Obama am Dienstag in der UN-Generalversammlung.
Der US-Präsident verwies in diesem Zusammenhang auf seine diplomatischen Erfolge mit Kuba und Myanmar. Konflikte seien nur zu lösen, wenn die Länder daran selbstständig mitarbeiteten. Die Resolution zum iranischen Atomprogramm 2015 bezeichnete er als Schlüsselergebnis der vergangenen acht Jahre amerikanischer Diplomatie.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon beharrte in seiner Rede indes darauf, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung den israelisch-palästinensischen Konflikt beenden könne. Die Ein-Staaten-Lösung bedeute dagegen „Verderben“ für beide Seiten. Ban betrachtet das vergangene Jahrzehnt dahingehend als verlorene zehn Jahre: „Zehn Jahre verloren wegen illegaler Siedlungsexpansion, palästinensischer Uneinigkeit und wachsender Polarisierung. Das ist Wahnsinn.“