UN-Bericht: syrisch-libanesische Grenze zu wenig kontrolliert

BEIRUT / DAMASKUS (inn) – Die Grenze zwischen Syrien und dem Libanon ist höchst durchlässig, und es gibt keine geeigneten Methoden, den Schmuggel von Waffen und anderen Gütern zu verhindern. Dies stellte ein Sonderbericht des Teams der Vereinten Nationen fest, das für die Beurteilung der libanesischen Grenze zuständig ist (LIBAT).

In dem Bericht, der von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon unterzeichnet wurde, heißt es weiter, dass die Methoden der Grenzkontrolle unzulänglich sind. Dabei seien die ausgewiesenen Grenzübergänge auch eingeschlossen.

Neben den mangelhaften Grenzposten gebe es zahlreiche Schmuggelrouten entlang der gesamten Grenze zwischen Syrien und dem Libanon. Diese würden von Familien genutzt, die vom Schmuggelgeschäft lebten. Auch gebe es auf beiden Seiten der Grenze Lager bewaffneter Gruppen, die nicht von der libanesischen Armee kontrolliert würden.

Jede Gruppierung, die Waffen von Syrien in den Libanon bringen möchte, könne dies tun. Der Bericht kritisiert deutlich das unkoordinierte Vorgehen der libanesischen Sicherheitskräfte. Die Rolle der libanesischen Armee in der Region sei nicht effektiv. Der Bericht empfiehlt die Aufstellung einer Einheit, die verschiedene Teile der libanesischen Sicherheitskräfte vereint und die entlang der Grenze mit Unterstützung internationaler Sicherheitsexperten arbeitet.

Die Fachleute, die an der Erstellung des Berichtes beteiligt waren, kommen aus Dänemark, der Schweiz, Deutschland, Algerien und Jamaika, heißt es in der Tageszeitung “Ha´aretz“. Das Team führte seine Untersuchungen zwischen dem 27. Mai und dem 15. Juni durch. Es konzentrierte sich hauptsächlich auf vier offizielle Grenzübergänge zwischen Syrien und dem Libanon.

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