Umweltzerstörung im Westjordanland

ARIEL (inn) – Erstmals hat eine Konferenz die Umweltsorgen im Westjordanland zum Thema gemacht. Das Ergebnis: Es gibt viel Nachholbedarf. Vor allem die Wasserversorgung sei in einem katastrophalen Zustand.
Im Westjordanland leidet die Umwelt.
Im Westjordanland leidet die Umwelt.

Auf der Konferenz in Ariel wurde der Bericht von „Grün Jetzt“ und dem „Verband Jüdischer und Samarischer Städte“ vorgestellt. Er sollte Aufschluss über die aktuelle Umweltsituation in den betroffenen Gebieten geben. Die Ergebnisse bergen nach Angaben der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“ Grund zur Sorge: Die Umwelt wird sowohl von der arabischen, als auch von der jüdischen Bevölkerung massiv verschmutzt. Trotz der Wichtigkeit der Konferenz Ende vergangenen Monats nahmen viele Umweltorganisationen gar nicht erst an ihr teil, weil sie in der israelischen Siedlung Ariel stattfand.
Sowohl Personal aus dem Umweltministerium, als auch Forscher und Experten beteiligten sich an dem Treffen. Sie diskutierten Lösungsansätze zu Themen wie: Abwasserentsorgung, Luftverschmutzung und Palästinenser, die illegal Wasserleitungen anbohren.
Der Autor der Studie, Chaim Gvirtsman, bemerkte, dass Israel mehr Wasser in die Palästinensergebiete liefere, als es mit Unterzeichnung der Osloer Abkommen zugesichert hatte. Trotzdem gibt es Probleme: Mehr als 33 Prozent des gelieferten Wassers gehen unterwegs verloren, weil die Leitungen undicht sind und nicht gewartet werden. Außerdem wird immer noch viel Wasser durch Palästinenser gestohlen, die die Rohre anbohren. Dazu kommt, dass sie ihr Wasser nicht wieder aufbereiten, sodass es für Ackerbewässerung unbrauchbar bleibt.
„Grün Jetzt“ und der „Verband Jüdischer und Samarischer Städte“ forderten die Palästinenser auf, in Umweltfragen mit Israel zu kooperieren. Denn die mangelnde Abstimmung sei der Hauptgrund für die Umweltbelastung. Zudem stellte Israels Umweltminister Gilad Erdan heraus, dass die israelischen Bürger Strom und Wasser in den Gazastreifen lieferten und für die dadurch entstehenden Kosten aufkämen. Auch der Direktor von „Grün Jetzt“, Ofer Inbar, rief die Palästinenser zur Zusammenarbeit auf: „Die Umwelt kennt keine politischen Grenzen und der erhebliche Schaden, der in Judäa und Samaria angerichtet wird, könnte alle Einwohner des Staates Israels treffen.“
Einen ausführlichen Hintergrund über den Wasserbedarf in Israel und den Palästinensergebieten lesen Sie in der Ausgabe 3/2012 des „Israelreport“. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915151 oder via E-Mail an info@israelnetz.com oder online unter www.israelnetz.com.

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