Umleitungen und volle Hotels wegen Bush-Besuch

JERUSALEM (inn) - Jerusalem bereitet sich auf die Ankunft von US-Präsident George W. Bush vor. Rund 1.500 Flaggen Israels, der USA und Jerusalems sind in der Stadt aufgehängt worden. Die Stadtverwaltung will 13.000 Flugblätter in Briefkästen und an Autowindschutzscheiben verteilen, in denen betroffene Bürger über Straßensperrungen und Umleitungen informiert werden.

Wegen der für den Besuch gesperrten Straßen ändern sich auch die Öffnungszeiten von Kindergärten und Schulen in einem Teil der israelischen Hauptstadt. Das Stadion in Givat Ram soll als Hubschrauberlandeplatz für den Präsidenten dienen. Straßen, durch die Bush fahren wird, sind ausgebessert worden. Die Stadtreinigung sorgt dafür, dass sie rund um die Uhr sauber bleiben. Nicht funktionierende Straßenlaternen wurden repariert. Die Altstadtmauer soll die ganze Zeit beleuchtet sein. Das gab die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt.

Bush soll im „King David Hotel“ übernachten. Begleitet wird er unter anderen von seiner Außenministerin Condoleezza Rice und dem US-Botschafter in Tel Aviv, Richard Jones. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem darauf folgenden Irak-Krieg sind in Gasthäusern, in denen sich Bush aufhält, keine Gäste untergebracht, die nicht seiner Delegation angehören.

Viele Hotels in Jerusalem sind ausgebucht. Auch 8.000 Sicherheitsbeamte und zahlreiche Journalisten, die in die Hauptstadt kommen, quartieren sich dort ein. Der Geschäftsführer des „King David Hotels“, Haim Schkedi, sagte, dass auf kurze Sicht durch die Straßensperrungen viele Geschäfte finanzielle Einbußen erleiden würden. Doch Bushs Besuch werde das Image der Stadt in der ganzen Welt verbessern, wenn die Leute sähen, wie der Präsident die Altstadt und die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem besichtige.

Jaakov Rubin vom „Regency Hotel“ schätzt, dass Bushs Besuch den Gasthäusern Einkünfte von 2,5 Millionen Dollar einbringen wird. Hinzu kämen bis zu 1,5 Millionen Dollar für andere Geschäftszweige, sagte er laut der Zeitung „Ha´aretz“.

Für die Sicherheitsvorkehrungen gibt Israel für jede Stunde von Bushs Aufenthalt im Land 25.000 Dollar aus. An der Operation der Sicherheitskräfte unter der Bezeichnung „Klarer Himmel“ wirken Scharfschützen, Bombenspürhunde und Leibwächter mit. Auch Reservisten sind im Einsatz.

Der US-Präsident bricht am heutigen Dienstag zu seiner Nahostreise auf. Für den Mittwoch sind Begegnungen in Israel vorgesehen, am Donnerstag will er sich im Westjordanland mit palästinensischen Vertretern treffen. Es ist Bushs erster Israelbesuch seit seiner Wahl zum Präsidenten.

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