Umfrage: Unzufriedenheit mit finanzieller Lage

SDEROT (inn) – Fast die Hälfte der Israelis ist der Ansicht, daß ihr Land kein guter Ort für junge Menschen sei. Dies geht aus einer Umfrage hervor, deren Ergebnisse der Ausschuß für soziale Sicherheit am Montag bei einem Kongreß in der Kleinstadt Sderot im Negev veröffentlichte.

Demnach gaben 48 Prozent der Befragten an, Israel sei für Jugendliche kein guter Ort zum Leben. Für 37 Prozent ist nicht klar, ob Israel in Zukunft ein souveräner Staat bleiben wird.

Die eigene wirtschaftliche Lage bewerteten die meisten Teilnehmer negativ. Lediglich 29 Prozent meinen, daß sie ihnen ein sinnvolles Leben ermögliche. 39 Prozent halten ihren Lebensstandard für unzumutbar gering. 42 Prozent gehen davon aus, daß sie nicht genügend Geld haben, um ihre Kinder aufzuziehen.

Zwölf Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben nicht genug Geld für Grundnahrungsmittel, 27,5 Prozent können ihre Miete nicht zahlen. Zudem gaben 22 Prozent der Teilnehmer an, aus finanziellen Gründen keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen zu können.

Wenn sie an die Zukunft denken, befürchten 69 Prozent der Befragten, daß sie ihre Familie nicht werden ernähren können. 60 Prozent haben Angst, später von anderen abhängig zu sein. 68 Prozent der Teilnehmer bereitet die Vorstellung Sorge, nicht in Würde alt werden zu können. 60 Prozent rechnen damit, im nächsten Jahr ihren Arbeitsplatz zu verlieren. 62 Prozent haben oder wollen einen ausländischen Paß.

Im Falle einer Notlage vertrauen 60 Prozent der Befragten auf ihre Familien. Nur 28 Prozent rechnen mit der Hilfe ihrer Freunde. 30 Prozent haben kein Vertrauen zur Polizei, zu den Juristen und zur Nationalen Versicherung. Den Stadtverwaltungen und der Gewerkschaft Histadrut bringen mehr als 40 Prozent Mißtrauen entgegen.

An der Umfrage nahmen 600 Israelis zwischen 24 und 54 Jahren teil.

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