Umfrage: Palästinensische Bevölkerung sieht eher schwarz für die Zukunft

RAMALLAH (inn) – Die Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung ist im Hinblick auf einen Frieden mit Israel eher pessimistisch: Einer Umfrage zufolge glauben nur 26,1 Prozent an eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes – 71,9 Prozent zeigten sich pessimistisch.

Um ihre nationalen Ziele zu erreichen halten 32,5 Prozent der Befragten ausschließlich den bewaffneten Kampf gegen Israel für erfolgreich. 10,4 Prozent glauben an eine Einigung durch Verhandlungen und 51,4 Prozent halten die sogenannte “Intifada” und Verhandlungen für den besten Weg zum Frieden.

Die Frage, ob sie Selbstmordattentate auf israelische Zivilisten unterstützen, beantworteten 68,1 Prozent der Palästinenser mit ja. 26 Prozent sprachen sich gegen solche Anschläge aus.

Als Ergebnis der “Intifada” wünschen sich 42,8 Prozent der Befragten einen Palästinenserstaat in den jetzigen palästinensischen Autonomiegebieten. 51,1 Prozent der palästinensischen Bevölkerung will jedoch die “Befreiung des historischen Palästinas”, in dem es keinen Platz für den Staat Israel gäbe.

Die Palästinenser wurden zudem befragt, welche palästinensische Persönlichkeit sie für vertrauenswürdig halten. Bei 25,1 Prozent der Befragten genießt PLO-Chef Yasser Arafat derzeit das höchste Vertrauen. 8,8 Prozent der Palästinenser halten Sheich Ahmed Yassin, den geistlichen Führer der Hamas, für die vertrauenswürdigste Persönlichkeit. 6,3 Prozent setzen Vertrauen in Marwan Bargouti, den Führer der Tanzim-Milizen, einer Untergruppe der Fatah-Partei von Arafat. Bargouti befindet sich derzeit in israelischer Haft.

24,5 Prozent der palästinensischen Bevölkerung haben derzeit allerdings zu keinem der hochrangigen Palästinenser Vertrauen.

Die am heutigen Mittwoch vom Nachrichtendienst “IMRA” veröffentlichte Umfrage wurde in der Zeit vom 29. Mai bis 2. Juni vom “Jerusalemer Medien- und Kommunikationszentrum” (JMCC) durchgeführt. Ihre Fehlerquote liegt bei drei Prozent. Befragt wurden 1.179 Palästinenser in Judäa, Samaria und im Gazastreifen.

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