Demnach halten nur 20,3 Prozent der Befragten die Arbeit der Minister unter Premier Salam Fajjad für „gut“, 25,4 Prozent halten sie für „durchschnittlich“ und 41 Prozent für „schwach“. Die Hamas-Führung im Gazastreifen schnitt ähnlich ab. 30,4 Prozent halten die Minister dort für „gut“, 24,2 Prozent für „durchschnittlich“ und 36,1 Prozent für „schwach“.
Wenn heute Wahlen wären, würde die Fatah mit 30,8 Prozent gewinnen. Interessant ist dabei, dass sie 34,5 Prozent der Stimmen aus dem von der Hamas regierten Gazastreifen und 28,4 Prozent der Stimmen aus dem von ihr regierten Westjordanland erhalten würde. Die Hamas wäre mit 21,8 Prozent die zweitstärkste Gruppe.
Die Liste mit den beliebtesten Palästinensern führt mit 27 Prozent der in Israel inhaftierte Fatah-Führer Marwan Barghuti an. Er gilt als Anführer der so genannten „Al-Aksa-Intifada“ und wurde wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Auf Platz zwei landete Hamas-Führer Ismael Hanije mit 19 Prozent. Mahmud Abbas, Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, erhielt lediglich 9,9 Prozent und kam auf Rang drei.
Wenn bei Präsidentschaftswahlen Abbas und Hanije gegeneinander antreten würden, würde derzeit der Hamas-Vertreter mit 34 Prozent gewinnen, 32,3 Prozent würden Abbas wählen. Würden jedoch Hanije und Barghuti zur Wahl stehen, würden 46,8 Prozent den Fatah-Führer wählen, Hanije käme auf 28,6 Prozent.
Auf die Frage, ob sie die Raketenangriffe vom Gazastreifen aus auf Israel befürworten, antworteten 45,4 Prozent der Befragten mit „ja“, 36,7 Prozent waren dagegen. Gleichzeitig waren 51,3 der Meinung, dass diese Angriffe ihnen schaden. 40 Prozent sind davon übverzeugt, dass die Angriffe nützlich sind.
Die überwiegende Mehrheit der Palästinenser, 66,4 Prozent, glaubt, dass ihre Gesellschaft in die falsche Richtung geht. Nur 23,3 Prozent halten den derzeitigen Weg der Gesellschaft für den richtigen, 10,3 Prozent gaben an, es nicht zu wissen.
Für die Umfrage wurden 1.200 Palästinenser aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen befragt.