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Umfrage: junge israelische Araber fühlen sich diskriminiert

HAIFA (inn) – Ein Viertel der israelisch-arabischen Jugendlichen will später das Land verlassen. Das ergab eine Umfrage der israelisch-arabischen Jugendorganisation „Baladna“ und des arabischen Institutes für angewandte Sozialforschung „Mada“, die sich in Haifa befinden.

Nach eigenen Angaben fühlen sich 70 Prozent der Teilnehmer gegenüber jüdischen Israelis benachteiligt.

Von den Befragten bezeichneten sich 45 Prozent als nicht-religiös. 62 Prozent befürworten romantische Beziehungen zwischen den Geschlechtern bereits vor der Ehe. Für eine völlige Gleichberechtigung von Männern und Frauen sprachen sich 62 Prozent der Teilnehmer aus – 97 Prozent wünschen eine Chancengleichheit bei der Ausbildung.

Nach der Schule wollen 86 Prozent der Befragten studieren. 65 Prozent nutzen das Internet, 92 Prozent zumindest einen Computer.

An Demonstrationen oder politischen Aktivitäten beteiligen sich vier Prozent der Jugendlichen. Als Vorbilder gaben die meisten Filmschauspieler, Sportler oder Sänger an.

„Wie die jüdischen Jugendlichen sind sie nicht an der politischen Lage interessiert“, kommentierte der Leiter von „Baladna“, Nadim Naschef die Umfrage-Ergebnisse. „Sie ziehen es vor, aus der Wirklichkeit in eine fiktive und virtuelle Welt zu fliehen.“

Die beiden Einrichtungen hatten 462 arabische Jugendliche aus ganz Israel befragt. Es war die erste Umfrage unter jungen israelischen Arabern.

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