Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ schreibt, halten es 85 Prozent der Israelis für richtig, dass ihre Regierung die „Operation Wolkensäule“ begonnen hat. Das Blatt beruft sich auf eine Umfrage des Israelischen Zentrums für politisches Training. 45 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, mit den Luftschlägen fortzufahren, während 22 Prozent die Lösung in einem Waffenstillstand sehen. Einen Einmarsch von Bodentruppen in den Gazastreifen würden nur 25 Prozent der Israelis unterstützen.
Bei einer von der linksgerichteten Tageszeitung „Ha‘aretz“ in Auftrag gegebenen Umfrage fielen die Werte in etwa identisch aus: 84 Prozent finden die Militäraktion insgesamt richtig, 39 Prozent wollen weitere Luftschläge, 19 Prozent einen Waffenstillstand und 30 Prozent befürworten eine Bodenoffensive.
Auf die Frage, ob sie mit der Arbeit von Premierminister Benjamin Netanjahu zufrieden sind, antworteten bei der Umfrage des Zentrums für politisches Training 78 Prozent positiv, Verteidigungsminister Ehud Barak erreichte 70 Prozent Zustimmung. In der „Ha‘aretz“-Umfrage kamen die Politiker auf 55 beziehungsweise 52 Prozent.
Die „Jerusalem Post“ wertet diese Ergebnisse als ein Zeichen dafür, dass die Bevölkerung nicht davon ausgeht, die Militäroperation sei aus politischen Gründen mit Blick auf die Knesset-Wahlen im Januar gestartet worden.
Bei einer weiteren Umfrage, die der TV-Sender „Channel 10“ in Auftrag gegeben hatte, wurde nach den Kompetenzen von Spitzenpolitikern gefragt. Demnach finden 41 Prozent der Israelis, dass Natanjahu am besten als Krisenmanager geeignet ist. Barak kam auf 18, der frühere Premierminister Ehud Olmert auf 7 Prozent. Der Kadima-Vorsitzende Schaul Mofas erhielt 4, die ehemalige Außenministerin Zippi Livni 3 Prozent.
Auch die Bürger der USA stehen laut einer Umfrage des Nachrichtensenders CNN hinter der israelischen Militäroperation. 57 finden halten das Vorgehen des jüdischen Staates für gerechtfertigt, nur 25 Prozent für ungerechtfertigt. In zahlreichen amerikanischen Städten gab es in den vergangenen Tagen Solidaritätskundgebungen für Israel – beispielsweise in Boston, wo sich am Montag 1.000 Menschen versammelten. In Los Angeles gab es nach Berichten lokaler Medien Zusammenstöße zwischen gut 1.000 pro-israelischen und 250 pro-palästinensischen Demonstranten.