Umfrage: Internationales Engagement nützt nur den Palästinensern

TEL AVIV (inn) – Die Bemühungen ausländischer Staaten um eine Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern sind nur für die Palästinenser vorteilhaft – das ist das Ergebnis einer Umfrage des Tami-Steinmetz-Zentrums für Friedensforschung in Tel Aviv in Zusammenarbeit mit der Konrad Adenauer Stiftung.

Demnach hält jeder zweite israelische Araber (52 Prozent) internationales Engagement ausschließlich für die Palästinenser von Nutzen. Unter der jüdischen Bevölkerung Israels vertraten sogar 56 Prozent der Befragten diese Meinung. 10 Prozent sahen auch Vorteile für die Israelis, 21 Prozent glauben an einen Nutzen für beide Konfliktparteien und sieben Prozent halten eine Einmischung internationaler Staaten generell nicht für sinnvoll.

44 Prozent der jüdischen Bevölkerung sind für die Friedensbemühungen ausländischer Staaten, 51 Prozent waren dagegen. Unter den israelischen Arabern stimmten 78 Prozent für internationales Engagement.

Als Vermittler würde die jüdische Bevölkerung die USA (88 Prozent) oder Großbritannien (63 Prozent) bevorzugen. Die Liste mit „inakzeptablen Vermittlern“ führte Frankreich (85 Prozent) vor Saudi-Arabien (72 Prozent) sowie Deutschland und Rußland (je 70 Prozent) an.

Bei den israelischen Arabern fiel das Ergebnis gänzlich anders aus: Sie könnten sich weder die USA noch Großbritannien, sondern eher die für Israels Juden „inakzeptablen“ Staaten als Vermittler vorstellen.

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