Umfrage: 50 Prozent der israelischen Juden fühlen sich jüdisch

JERUSALEM (inn) – Die Hälfte der jüdisch-israelischen Bevölkerung fühlt sich eher jüdisch als israelisch – dies ergab eine Umfrage anlässlich des 59. Unabhängigkeitstages.

Die Erhebung beschäftigte sich mit der Frage, ob die Bevölkerung eher eine jüdische oder eine israelische Identität hat. Demnach sagten 50 Prozent der Teilnehmer, sie fühlten sich zuerst jüdisch. 45 Prozent gaben an, sie fühlten sich vor allem israelisch. Die restlichen 5 Prozent meinten, weder das eine noch das andere sei der Fall.

Unter den säkularen Israelis sagten 72 Prozent, sie hätten mehr eine israelische Identität, verglichen mit 23 Prozent, die angaben, sie wären eher jüdisch. Von den Befragten, die sich selbst als konservativ betrachteten, sagten 64 Prozent, sie seien eher jüdisch. Nur 27 Prozent gaben an, eher eine israelische Identität zu haben.

Unter den religiösen Befragten meinten 82 Prozent, sie seien vor allem jüdisch. 8 Prozent sagten, sie fühlten sich eher israelisch. Bei dem streng orthodoxen Bevölkerungsanteil ergab sich die größte Kluft: 92 Prozent sagten, sie hätten eher eine jüdische Identität. Nur 5 Prozent sahen sich selbst als israelisch.

Ascher Cohen von der politischen Fakultät der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan glaubt, dass das Judentum ein wichtiger Teil für die säkulare Öffentlichkeit ist, auch wenn sich nur 23 Prozent der säkularen Israelis jüdisch fühlten.

Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut “Mutagim“ durchgeführt. Es wurden 501 Erwachsene befragt, berichtet die Tageszeitung “Jediot Aharonot“.

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