Die israelische Regierung hat am Samstag dem Vorschlag Jordaniens zugestimmt, Überwachungskameras am Tempelberg anzubringen. Ziel ist, weitere Gewalt zu verhindern. Das erklärte US-Außenminister John Kerry am Samstag in der jordanischen Hauptstadt Amman. Dort traf er sich mit dem jordanischen König Abdullah II. und mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas.
Kerry erklärte, Überwachungskameras, die rund um die Uhr aufzeichnen, könnten die Sicherheitslage vor Ort von Grund auf verbessern. Der amerikanische Außenminister kündigte laut Mitteilung seines Büros außerdem ein „baldiges“ Treffen zwischen israelischen und jordanischen Behörden an. Beide Seiten wollen demnach weitere Sicherheitsmaßnahmen beschließen.
Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat ebenfalls am Samstag erklärt, Israel rüttele nicht an der Aufsichtsrolle, die Jordanien bezüglich des Tempelbergs hat. Er begrüße die vertiefte Sicherheitszusammenarbeit. Israel halte daran fest, dass Muslime dort beten und Nicht-Muslime das Areal in Sicherheit besuchen dürfen, sagte Netanjahu laut Mitteilung seines Büros.