Überfall in Soldatenverkleidung: Sechs Beduinen angeklagt

Ermittlungsbehörden klagen sechs Beduinen an, als Soldaten verkleidet ein Schmuckgeschäft überfallen zu haben. Indes bereiten sich die Sicherheitskräfte auf den Ramadan vor.
Von Israelnetz
Überfall Beduinen Juwelier Hebron

HEBRON (inn) – Die israelische Polizei hat nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft im Großraum Hebron Mitte Januar alle sechs Verdächtigen gefasst. Sie wurden laut einer Mitteilung vom Montag zudem angeklagt. Alle stammen aus der Ortschaft Chura nordöstlich von Be’er Scheva.

Bei dem Raubüberfall am 13. Januar in der Sadt Daharia südwestlich von Hebron bedienten sich die Täter einer perfiden Methode: Sie verkleideten sich als israelische Soldaten und stürmten in diesem Aufzug das Schmuckgeschäft. Dort bedrohten sie die Mitarbeiter mit ihren Waffen, legten ihnen Handschellen an, verbanden ihnen die Augen und verletzten sie.

Bei der Tat griffen sich die Täter 4 Kilogramm an Gold und Schmuck sowie umgerechnet etwa 27.200 Euro. Zudem nahmen sie eine Geisel. Auf der Flucht hielten sie kurz an, stiegen aus und feuerten auf ein Auto, das sie verfolgte.

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Verdächtige festgenommen

Die Polizei von Hebron und die israelische Grenzpolizei nahmen einige Verdächtige nach einer Verfolgungsjagd fest. Zu weiteren Festnahmen kam es nach weiteren Ermittlungen, an denen auch die Polizeieinheit 433 beteiligt war, die israelische Kriminalpolizei. Das Juweliergeschäft erhielt indes das gesamte Diebesgut zurück.

Die Polizei versucht seit einiger Zeit, der Kriminalität im arabischen und beduinischen Sektor Herr zu werden. Seit Jahresbeginn läuft im Norden eine Kampagne, in deren Verlauf die Einsatzkräfte inzwischen 200 Waffen beschlagnahmt haben.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus dem muslimischen Fastenmonat Ramadan, der am Dienstagabend beginnt. Die Polizei erklärte am Montag, dass sie ihre Einsatzkräfte am Tempelberg aufstockt. Die Armee geht zudem gegen Palästinenser vor, die auf Social Media zu Terror aufgerufen habe. Die Operation soll auch während des Ramadans weitergehen. (df)

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