„Überfahrt die Siedler!“

Ein Lied ruft Palästinenser dazu auf, mit ihren Autos Terrorattacken auf Israelis zu verüben. Allein auf YouTube ist das Lied in der ersten Woche über 300.000 mal angesehen worden. 400.000 Aufrufe gab es auf der Facebook-Seite von „Al-Quds News Network“.
Nach den jüngsten Ereignissen hat die Jerusalemer Stadtverwaltung zum Schutz der Passanten Betonklötze an den Haltestellen der Straßenbahn aufstellen lassen.

Foto: mh, Israelnetz

Nach den jüngsten Ereignissen hat die Jerusalemer Stadtverwaltung zum Schutz der Passanten Betonklötze an den Haltestellen der Straßenbahn aufstellen lassen.
Das arabische Wort „da’asa“ ist das neue Modewort der palästinensischen Zeitungen und sozialen Netzwerke: Es gibt unzählige Karikaturen, die sich mit diesem Wort befassen. Es bedeutet „mit den Füßen niedertreten, niederstoßen“ oder eben „überfahren“. Auf den Karikaturen sind beispielsweise jüdische Charaktere mit angstverzerrten Gesichtern zu sehen, die versuchen, sich vor Autos in Sicherheit zu bringen. Auf einem schwarz-gelben, einem Straßenschild nachempfundenen Schild steht in großen Buchstaben: „Stehe (gegen den Widerstand) auf“. Darunter ist ein Auto mit einem Gewehrkolben im Heck zu sehen, unter dem in kleinen Buchstaben steht: „Und wenn es mit deinem Auto ist.“ Am 7. November wurde ein Lied zu den aktuellen Ereignissen veröffentlicht. In einer eingängigen Melodie ist jedes Attentat der vergangenen zwei Monate in dem Text verarbeitet. So lautet die erste Strophe: „Ein kleines Baby von zwei Monaten habt ihr überfahren…“ So wie die Taten werden auch die Attentäter selbst verherrlicht: So heißt es über dieselbe Tat: „Abd a-Rahman a-Schaludi hat einen jüdischen Siedler überfahr’n, er hat es für sein Land getan, mit seinen begrenzten Möglichkeiten.“ „Für dich, Al-Aksa, und für Gaza, überfahren wir die Siedler.“ Immer wieder klingt in dem Lied die unter Palästinensern weit verbreitete Ansicht an, dass die Existenz Israels eine Gefahr für die Al-Aksa-Moschee und damit für Jerusalem sei. Das Lied spielt auch auf den Rückzug der Israelis aus dem Gazastreifen 2005 an: „Überfahrt sie und verbrennt sie, so dass keine Siedler überbleiben. In Gaza haben sie ihr Ansehen ausgelöscht, im Westjordanland wollen wir sie auslöschen.“ „Wartet an der nächsten Kreuzung, damit sie in ihrem roten Blut ertrinken. Terrorisiert sie so stark und lasst euer Herz kein Mitleid für sie empfinden.“ Die Wörter „Siedler“ und „Jude“ werden synonym verwendet, und so runzelt ein israelischer Student die Stirn, als er das Lied hört: „Der Text ist schlimm. Aber Melodie und Text sind so eingängig, dass ich gerne mittanzen möchte.“

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