Über 1.800 Jahre altes Mosaik ausgegraben

Das Steinkunstwerk soll aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus stammen: In Caesarea haben Archäologen ein buntes Mosaik aus der byzantinischen Zeit gefunden.
Ein Ausschnitt des fein gearbeiteten Mosaiks, das die Israelische Altertumsbehörde am Donnerstag in Caesarea gefunden hat

Foto: Assaf Peretz/Israel Antiquities Authority

Ein Ausschnitt des fein gearbeiteten Mosaiks, das die Israelische Altertumsbehörde am Donnerstag in Caesarea gefunden hat

CAESAREA (inn) – Die Israelische Altertumsbehörde hat ein 1.800 Jahre altes Mosaik aus der byzantinischen Zeit entdeckt. Das Steinkunstwerk aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus besitzt eine Inschrift in antikem Griechisch. Am Donnerstag haben Archäologen es bei Ausgrabungen im Nationalpark von Caesarea gefunden.

Das Mosaik ist laut Altertumsbehörde 3,5 Meter breit und 8 Meter lang. Darauf sind drei Figuren zu sehen. Das Mosaik hat ein buntes geometrisches Muster. „Die Figuren sind alle männlich und tragen Togen – offensichtlich gehörten sie zu einer höheren Gesellschaftsschicht“, sagte der Leiter der Ausgrabung, Peter Gendelman.

Es sei allerdings unklar, wer sie genau waren, weil das davon abhänge, in welchem Gebäude das Mosaik verwendet wurde. „Wenn das Mosaik Teil eines Herrenhauses war, könnten die Figuren die Besitzer gewesen sein“, erklärte Gendelman. Wenn es ein öffentliches Gebäude gewesen sei, könnten die Figuren die Stifter des Mosaiks oder Mitglieder des Stadtrates repräsentieren.

Warum die griechische Inschrift nicht zu lesen ist

Bei den Ausgrabungen wurde auch ein großes Gebäude freigelegt, das aus der byzantinischen Zeit stammt. Die Archäologen glauben, dass es Teil einer Agora, also eines Versammlungs- und Marktplatzes im antiken Griechenland, war. Das Mosaik wurde unterhalb des Gebäudes gefunden. Deswegen sei auch die griechische Inschrift beschädigt.

Die Stadt Caesarea ist ein großer Tourismusmagnet in Israel. Die Stadt an der Mittelmeerküste bietet immer wieder spektakuläre Ausgrabungsfunde. König Herodes errichtete dort den größten Seehafen des Römischen Reiches. Die nach dem berühmten römischen Kaiser benannte Stadt war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.

Von: mm

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