Türkische Handgranate entdeckt

JERUSALEM (inn) - Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei sind zwar angespannt, aber die Explosion einer türkischen Granate hat keinen weiteren Schaden angerichtet. Archäologen hatten die Waffe aus der Zeit der osmanischen Herrschaft bei Restaurierungsarbeiten an der Jerusalemer Altstadtmauer entdeckt.

Wie die Tageszeitung „Ma´ariv“ meldet, liegt der Fundort in der Nähe des Damaskustores. Die Archäologen wollten einen Stein austauschen, der zerbrochen war. Mitten in der Mauer befand sich ein faustgroßer Metallgegenstand. Die Mitarbeiter der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) alarmierten die Polizei. Experten brachten die etwa 100 Jahre alte Handgranate kontrolliert zur Explosion. Nach ihren Angaben enthielt sie 200 bis 300 Gramm Sprengstoff.

Die Restaurierung am Damaskustor im Norden der Altstadt ist Teil eines Projektes der IAA zur Erhaltung der Mauer. Auch das Büro des israelischen Regierungschefs, die Behörde zur Entwicklung Jerusalems und die Stadtverwaltung sind beteiligt.

Die osmanische Herrschaft im „Heiligen Land“ währte 400 Jahre und endete 1917 mit dem Beginn des britischen Mandates.

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