Türkei sagt Teilnahme an OECD-Konferenz in Israel ab

ANKARA (inn) - Die Türkei will nicht an der Tourismuskonferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) teilnehmen, die in der kommenden Woche in Jerusalem stattfindet. Das meldet die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf einen Bericht der türkischen Tageszeitung "Hurriyet" vom Mittwoch.

Demzufolge gab der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Ertuğrul Günay, vor Journalisten bekannt, dass seine Regierung keine Delegation nach Israel entsenden wird. "Bedauerliche Äußerungen wurden gemacht. Wir wollten Tourismus, nicht Politik", sagte Günay.

Laut dem Bericht bezog sich Günay damit offenbar auf Äußerungen von Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov vom Montag. Dieser hatte gegenüber "Ha´aretz" gesagt, die Tatsache, dass die meisten Mitgliedsstaaten ihre Teilnahme an der Konferenz zugesagt hätten, sei ein Zeichen der Unterstützung für Israels Gebietsansprüche in Jerusalem.

Anfang Oktober hatten Spanien und Großbritannien ihre Beteiligung abgesagt. Aus dem britischen Außenministerium hieß es damals jedoch, die Absage sei nicht politisch.

Bei der Konferenz vom 20. bis 22. Oktober soll es um nachhaltigen Tourismus gehen. Israel ist seit Mai Mitglied der OECD. Die Tourismuskonferenz wird alle zwei Jahre abgehalten. Erst zum zweiten Mal wird sie nicht in Paris veranstaltet. Erwartet werden unter anderen Delegierte aus Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Südafrika und Tschechien.

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