Trump und Clinton reden auf Sicherheitsmauer

Der australische Graffitikünstler Lushsux hat die Sicherheitsmauer zum Westjordanland für Porträts berühmter Persönlichkeiten genutzt. Er lässt US-Präsident Donald Trump mit Hillary Clinton sprechen.
Das Hillary-Clinton-Graffiti des australischen Künstlers Lushsux bei Bethlehem

Foto: Lushsux, Twitter

Das Hillary-Clinton-Graffiti des australischen Künstlers Lushsux bei Bethlehem

BETHLEHEM (inn) – Die Sicherheitsmauer zum Westjordanland wird auf beiden Seiten hauptsächlich von zornigen Graffitikünstlern besprüht. Aber der australische Graffitikünstler Lushsux hat in den vergangenen Wochen etwas Neues ausprobiert, indem er riesige Wandgemälde von berühmten Persönlichkeiten erstellt hat. Auf das Mauerstück bei Bethlehem sprühte er beispielsweise Karikaturen von US-Präsident Donald Trump, von der früheren US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Eine seiner neuesten Arbeiten ist das Konterfei Hillary Clintons, die in einer Sprechblase fragt: „What happened?“ (Was ist passiert?). Das ist auch der Titel ihres neuen Buches, in dem sie den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen analysiert. Daneben steht ein grimmiger Donald Trump, der sagt: „I happened.“ (Ich bin passiert). Auf einem anderen Graffiti trägt Trump eine Kippa und berührt eine Mauer. Der Ausschnitt scheint Trumps Jerusalem-Besuch im Mai nachempfunden zu sein. In seiner Sprechblase sagt er: „I’m going to build you a brother“ (Ich werde dir einen Bruder bauen).

Zuckerberg mit Roboteraugen

Der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook, Marc Zuckerberg, hat bei Lushsux Roboteraugen und sagt in seiner Sprachblase: „The more of your data I gather the more I understand what it means to be human“ (Je mehr Daten ich von euch sammle, umso mehr verstehe ich, was es bedeutet, menschlich zu sein). Der Graffitikünstler hat sich den Scherz erlaubt, Zuckerberg unter der Sprechblase als Gründer von der außer Mode geratenen Internetseite MySpace auszugeben.

Der australische Künstler, der aus Melbourne stammt und internationale Bekanntheit durch seine humorvollen Arbeiten erlangte, beteiligt seine Fans über die verschiedenen sozialen Netzwerke wie Twitter. Beim kreativen Prozess der Graffitis befragt er sie, welche Berühmtheit er als nächstes wo malen und was sie in ihrer Sprechblase sagen soll.

Von: mm

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