Tote und Verletzte in Israel und Libanon

BEIRUT / JERUSALEM (inn) – Am zweiten Tag nachdem israelische Bodentruppen in den Libanon eingedrungen sind, kam es am Donnerstag an der Grenze erneut zu Schusswechseln mit Hisbollah-Kämpfern. Die israelische Luftwaffe flog zudem erneut Angriffe im Libanon.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe am Morgen zwei israelische Panzer zerstört, als diese versuchten, beim Dorf Marun al-Ras über die Grenze zu fahren. Am Mittwoch war es nahe der Grenzstadt Naqura zu Gefechten gekommen, als die Soldaten die Grenze überschreiten wollten, um in der Region nach Tunneln und Waffenlagern zu suchen. Zwei Soldaten starben dabei.

Wie die israelische Armee mitteilte, wurden drei Soldaten bei zwei unterschiedlichen Vorkommnissen verletzt. Beim ersten traf eine Rakete einen Panzer an der israelischen Grenze. Bei dem zweiten Vorfall wurde ein Soldat nahe der Stadt Ajta a-Scha´a von Hisbollah-Kämpfern verletzt.

Die Hisbaollah feuerte Raketen auf die arabisch-israelische Stadt Nazareth. Dabei kamen zwei Araber ums Leben. Die Jungen, drei und neun Jahre alt, waren Brüder, die vor einem Haus spielten.

Seit Beginn der Militäroffensive am Mittwoch vor einer Woche flog die israelische Luftwaffe etwa 3.000 Einsätze im Libanon, so die “Jerusalem Post”. Die Flugzeuge bombardierten dabei 200 Ziele im nördlichen Nachbarland, darunter Quartiere der Hisbollah, Straßen, Autos, in denen Terroristen saßen, Abschussstellen von Raketen und Waffendepots.

Wie die Tageszeitung “Jerusalem Post” berichtet, entfernte Israel am Mittwoch 92 Prozent gefährlicher Chemikalien aus dem Hafen von Haifa. Seitdem die Hisbollah-Miliz auch die israelische Küstenstadt bombardiert, stellten diese eine große Gefahr für die Bevölkerung dar, erklärte ein Kommandeur der Heimatfront.

Libanons Premier bittet internationale Gemeinschaft um Hilfe

Der libanesische Premierminister Fuad Saniora sagte in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung “Corriere della Sera”, die Hisbollah habe einen “Staat im Staate” errichtet und müsse zerschlagen werden. Die Schiiten-Miliz sei von Syrien und dem Iran aufgebaut worden und könne nur mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft entwaffnet werden.

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