NABLUS (inn) – Bei einem Feuergefecht mit israelischen Polizisten sind am Dienstagmorgen in Samaria zwei bewaffnete Palästinenser getötet worden. Einer der Toten wird für einen Anschlag verantwortlich gemacht, der im März vier Todesopfer gefordert hatte.
Die Palästinenser gehörten den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden an. Die Polizei führte eine Razzia in einem Haus bei Nablus durch. Sie wollte die Terroristen festnehmen, die sich dort versteckten. Doch die Palästinenser eröffneten das Feuer. Als die Polizisten die Schüsse erwiderten, kamen die Palästinenser Hani al-Haschasch und Ibrahim Neba ums Leben. Zwei weitere Araber wurden leicht verletzt, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Al-Haschasch soll den Auftrag für den Selbstmordanschlag nahe der Siedlung Kedumim in der Gegend von Nablus gegeben haben. Der Attentäter sprengte sich in einem Fahrzeug in die Luft und riss seine jüdischen Mitfahrer mit in den Tod. Die Ermittler vermuten, dass sie ihn als Anhalter mitgenommen hatten. Möglicherweise trug der Palästinenser die Kleidung eines orthodoxen Juden. Das Attentat ereignete sich am 30. März.
Neuer Luftangriff in Gaza
Unterdessen griff die Luftwaffe in Gaza erneut bewaffnete Palästinenser an. Dabei wurde ein mutmaßlicher Terrorist getötet. Palästinenser berichteten von einem weiteren Angriff auf Bewaffnete, bei dem acht Menschen verletzt worden seien.
Terrorist in Ramallah erschossen
In Ramallah erschossen israelische Soldaten am Montag ein weiteres Mitglied der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, die zur Fatah gehören. Bei dem Palästinenser handelt es sich um den 24-jährigen Alla a-Rabi. Er saß zu diesem Zeitpunkt in einem Café in der Autonomiestadt. Nach palästinensischen Angaben kamen die Soldaten in einem Zivilfahrzeug nach Ramallah und waren wie Ortsansässige gekleidet. Unter dem Schutz von weiteren Armeeangehörigen verließen sie die Stadt anschließend wieder. A-Rabi war für den Mord an einem israelischen Lastwagenfahrer im Juni 2004 verantwortlich, hieß es aus Militärkreisen.
Nachtwächter getötet
Bereits am Sonntag töteten israelische Truppen in Dschenin einen 64-jährigen Palästinenser. Dies wurde am Montag zur Veröffentlichung freigegeben. Laut palästinensischen Quellen war Sabri Chalil als Nachtwächter an einer Schule beschäftigt. Ein patrouillierender Soldat erschoss ihn. Der Palästinenser habe mit einer Waffe in der Hand auf einem Dach gestanden, hieß es aus der Armee. Im Rückblick sagte ein Militärsprecher, wahrscheinlich sei der Gegendstand eine Taschenlampe gewesen. Der Vorfall wird untersucht.