Tote bei Militäraktionen – Minister fordert mehr Einsatz gegen Kassams

TULKARM / GAZA (inn) - Bei einem Feuergefecht im Westjordanland ist am Montag ein palästinensischer Terrorist ums Leben gekommen. Ein israelischer Soldat erlitt leichte Verletzungen.

Auf der Suche nach dem Terroristen betrat eine Einheit ein Haus in Tulkarm. Die Soldaten gerieten unter palästinensischen Beschuss, ihr Kommandeur wurde verwundet. Er erwiderte das Feuer und tötete den gesuchten Terroristen. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

In Abu Dis bei Jerusalem entdeckten Truppen ein Waffenlager in einem Wohnhaus. Darin fanden sich Gewehre der Typen AK-47 (Kalaschnikow) und M16 sowie Rohrbomben und Munition.

Bei einem Luftangriff am Sonntag kam im Gazastreifen ein bewaffneter Palästinenser zu Tode. Ein weiterer Mann wurde sehr schwer verletzt.

Bereits am Samstag starben bei einem Luftangriff zwei Anhänger der radikal-islamischen Hamas. Nach einem längeren Schusswechsel nahmen Soldaten zudem vier Mitglieder der Terrorvereinigung zum Verhör fest.

Unterdessen schlugen mindestens vier Kassam-Raketen auf israelischem Gebiet ein. Eine beschädigte mehrere Gebäude im Zentrum der Wüstenstadt Sderot.

Minister für Innere Sicherheit besorgt wegen Kassams

Israels Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, äußerte am Sonntag seine Besorgnis über die Einstellung der Regierung zu den ständigen Angriffen. „Nach diesem schweren Wochenende hätte ich wirklich erwartet, dass der Generalstabschef zu uns spricht“, sagte Dichter in der wöchentlichen Kabinettssitzung. „Ich bin besorgt, dass die Regierung gegenüber der Lage in Sderot abgestumpft ist. Die Operationen, die von der Armee ausgeführt werden, sind lobenswert, aber sie ändern das Bild der Lage nicht.“ Die Menschen in Sderot lebten „mit einem Gefühl von ‚Gazanischem Roulette‘. Die Regierung kann ihre Strategie nicht auf diesem Roulette aufbauen“. Sderot stehe in der Gefahr des Zusammenbruchs.

Verteidigungsminister Ehud Barak teilte mit, dass die Armee der Infrastruktur der Hamas im Gazastreifen Schaden zugefügt habe. „Wir werden auf eine Lösung für das Kassam-Problem hinarbeiten, aber es ist unmöglich, mit den Bemerkungen der Medien zu arbeiten. Es sieht aus, als ob die Regierung sich selbst schwäche. Wir müssen Stärke demonstrieren, und ich empfehle allen, keine hastigen Schritte zu unternehmen, ohne zuerst die Stichhaltigkeit zu überprüfen.“

Premier Ehud Olmert lobte die „Standhaftigkeit und Stärke“, die er in der vergangenen Woche bei einem Besuch im Negev bemerkt habe – trotz der jüngsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen.

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