Tote bei israelischen Angriffen auf Terroristen

GAZA (inn) - Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind in der Nacht zum Donnerstag elf Palästinenser getötet worden. Mindestens sieben von ihnen waren Terroristen.

Zunächst kamen bei einem Luftangriff in Gaza fünf Mitglieder der “Armee des Islam” ums Leben. Sie waren in einem Fahrzeug in der Autonomiestadt unterwegs. Laut dem israelischen Militär transportierte der Wagen Raketen, die zum Abschuss auf Israel bereit waren. Die “Armee des Islam” war im Juni 2006 an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit beteiligt. Er befindet sich bis zum heutigen Tage in den Händen palästinensischer Terroristen. Zudem war die Gruppierung im März dieses Jahres involviert, als der britische Journalist Alan Johnston verschleppt wurde. Er kam im Juli wieder frei.

Wenige Zeit nach dem Luftangriff starben in der Stadt Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen vier weitere Palästinenser durch eine israelische Granate. Ob sie bewaffnet waren, stand zunächst nicht fest. Doch aus dem Militär hieß es, der Angriff habe einer Terrorzelle gegolten, die sich auf Panzerabwehr spezialisiert habe. Nach palästinensischen Angaben wurden bei dem Granatenangriff elf Personen verwundet.

Bei einem weiteren Luftangriff nahe Beit Hanun kamen am Donnerstagmorgen zwei Hamas-Terroristen zu Tode. Fünf Palästinenser erlitten Verletzungen.

Zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak eine groß angelegte Operation im Gazastreifen gegen die ständigen palästinensischen Raketenangriffe angekündigt.

Weitere Kassam-Raketen

Unterdessen feuerten Palästinenser vom Gazastreifen aus zehn Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet ab. Zwei schlugen in der Wüstenstadt Sderot ein. Eine Rakete beschädigte ein Haus in einer israelischen Ortschaft. Vom südlichen Gazastreifen aus wurden 20 Granaten nach Israel geworfen. Verletzt wurde niemand, wie die Tageszeitung “Ha´aretz” berichtet.

Palästinensergebiete abgeriegelt

Wegen des Laubhüttenfestes (Sukkot), das am Mittwochabend begann, riegelte die Armee aus Furcht vor Anschlägen die Autonomiegebiete ab. Das Fest dauert eine Woche.

Lynchmord-Verdächtiger gefasst

In Nablus nahmen israelische Sicherheitskräfte den letzten Palästinenser fest, der noch wegen seiner Beteiligung am Lynchmord von 2000 in Ramallah gesucht wurde. Armeejeeps umstellten ein Gebäude, in dem der Verdächtige schlief. Bei dem Lynch waren die Soldaten Jossi Avrahami und Vadim Norjitz von einer aufgebrachten Menschenmenge geschlagen und getötet worden, nachdem sie zuvor versehentlich in die Autonomiestadt geraten waren.

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