Tote bei Gedenkfeier für Arafat in Gaza

GAZA (inn) - Die Hamas-Polizei hat am Montag das Feuer auf Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung der Fatah für Jasser Arafat in Gaza eröffnet. Dabei kamen sieben Palästinenser ums Leben. Es war die größte Fatah-Versammlung im Gazastreifen seit der Machtübernahme durch die Hamas im Juni.

Neben den Toten wurden Dutzende Menschen verletzt, als die Fatah-Anhänger in Panik vor den Schüssen davonrannten. Das meldet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“.

Zuvor hatte der Fatah-Vertreter Ibrahim Abu al-Nadscha zu der Menge gesprochen. Ihre Teilnahme „bestätigt die Treue der Palästinenser gegenüber Jasser Arafat und dem Geist der Märtyrer“, sagte er. Der frühere Palästinenserführer und Fatah-Vorsitzende Arafat war vor drei Jahren in einem französischen Militärkrankenhaus gestorben.

Ein weiterer Redner, Ahmad Hillis, fügte hinzu: „Ihr bestätigt heute, dass der Gazastreifen ein Bollwerk der Fatah bleiben und nicht von den Meuterern angezündet werden wird.“

Bereits vor der Versammlung hatte die abgesetzte Hamas-Regierung zahlreiche Polizisten aufgestellt.

Am Sonntag, dem eigentlichen Todestag, hatte die Fatah beim Grab in Ramallah ihres langjährigen Anführers gedacht. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas nutzte die Veranstaltung unter anderem für eine scharfe Kritik an der gegnerischen Hamas.

Unterdessen sagte Hamas-Sprecher Fawsi Barhum gegenüber der Zeitung „Ha´aretz“, seine Gruppierung respektiere Arafat, weil er „sich weigerte, die Rechte unseres Volkes in diesem heiligen Land aufzugeben“.

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