Nachdem bekannt wurde, dass Fox Rafaeli für Werbezwecke verpflichtet hatte, drohte die Organisation „The Israeli Forum for the Promotion of Equal Share in the Burden“ mit einem Käufer-Boykott. Dem Forum gegen Wehrdienstverweigerer gehören vor allem Anschlagsopfer, pensionierte Soldaten und Eltern gefallener oder verwundeter Soldaten an.
Da die 23-jährige Rafaeli selbst den Wehrdienst verweigert hatte und sich mehrmals negativ in der Öffentlichkeit über den Dienst fürs Vaterland geäußert hatte, sei es unverantwortlich, sie für eine so bekannte Kette zu verpflichten, hieß es seitens des Forums. „Prominente sind das Aushängeschild eines Landes und wenn sie sich negativ über den Wehrdienst äußern, dann hat das seine Wirkung“, sagte Reuven Agassi, Oberst der Reserve und Mitglied des Forums, in Gesprächen mit Fox.
Die Verantwortlichen der Modekette betonten, dass sie für den Wehrdienst seien und jeder Mitarbeiter und Geschäftsführer selbst gedient habe. Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet, einigten sich beide Parteien schließlich auf einen Kompromiss. Demnach soll Rafaeli bei jedem Besuch in Israel verwundete Soldaten im Scheba Medical Center in Tel HaSchomer besuchen. Zudem soll sie junge Menschen für ihren Dienst in der Armee ermutigen.
Bar Rafaeli hatte mit ihrer Verweigerung mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Um den Wehrdienst im November 2004 zu umgehen, hatte sie eine Woche zuvor einen 30 Jahre älteren Freund der Familie geheiratet. Im Oktober vergangenen Jahres sorgte die Ex-Verlobte von Schauspieler Leonardi DiCaprio in einem Interview der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ für Unmut in Israel. Damals sagte sie: „Ich bedauere es nicht, nicht zur Armee gegangen zu sein. Warum sollte es gut sein, für sein Land zu sterben?“.