Terrorverdächtiger Palästinenser stirbt nach israelischer Razzia

DSCHENIN (inn) – Israelische Soldaten haben bei einer Razzia am Dienstagmorgen in Dschenin einen Palästinenser angeschossen. Er erlag später seinen Verletzungen. Laut Militär war der Mann ein Terrorverdächtiger.
Im Flüchtlingslager Dschenin erlag ein Palästinenser nach einer israelischen Razzia seinen Schussverletzungen.

Foto: Johannes Gerloff, Israelnetz

Im Flüchtlingslager Dschenin erlag ein Palästinenser nach einer israelischen Razzia seinen Schussverletzungen.

Eine Patrouille von 20 Militärfahrzeugen kam im Morgengrauen in das Flüchtlingslager Dschenin im Westjordanland. Israelische Soldaten stürmten einige Gebäude, um mehrere Terrorverdächtige zu verhaften. Einer der Gesuchten war Islam al-Tubasi. Als der 22-Jährige fliehen wollte, schossen ihm die Armeeangehörigen ins Bein. Er wurde festgenommen und in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Dort erlag er seinen Verletzungen, gab das israelische Militär bekannt.
Ein weiterer Palästinenser wurde bei dem Einsatz verletzt, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“. Beide Männer wurden wegen Terroraktivitäten gesucht.
Familienmitglieder schilderten den Tathergang laut „Ma‘an“ wie folgt: „Nachdem Spezialeinheiten die Haustür bombardiert hatten, stürmten sie das Haus und gingen sofort zum Dach, auf welchem Islam schlief. Er versuchte, zu fliehen und sie schossen auf ihn und zerrten ihn aus dem Haus.“

IDF kündigt Untersuchung an

Die israelische Armee teilte mit, Palästinenser hätten die Soldaten bei dem Einsatz in Dschenin mit Steinen, Molotowcocktails und Granaten beschossen. Weil sie sich bedroht gefühlt hätten, schossen sie zurück. Der Militärsprecher Leutnant Colonel Peter Lerner sagte: „Die andauernde Terrorbedrohung aus der Region Dschenin verlangt, dass die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) Zugang zu dem Bereich behalten. Die Attacke gegen das Militär rechtfertigt eine starke Selbstverteidigung. Die IDF werden die Umstände des Beschusses untersuchen, die zum Tod des Terrorverdächtigen geführt haben.“

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