Terrorist getötet – Angriffe auf Gazastreifen

BETHLEHEM / GAZA (inn) – Israelische Soldaten haben am Sonntag in Bethlehem einen Terroristen erschossen. Der Palästinenser wird für den Tod von zwei Armeeangehörigen verantwortlich gemacht.

Soldaten hatten das Haus des 30-jährigen Polizisten Dschaber al-Achras umstellt. Armeeangaben zufolge verließ der Fatah-Aktivist das Gebäude und eröffnete das Feuer. Als die Soldaten zurückschossen, kam er ums Leben.

Vor einiger Zeit war Al-Achras von palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Sie ließen ihn jedoch wieder frei, weil sie eine israelische Razzia in seinem Gefängnis befürchteten. Wie ein ranghoher israelischer Offizier gegenüber der Zeitung “Ha´aretz” mitteilte, galt der Palästinenser in der Autonomiebehörde als “Unruhestifter”, von dem bekannt gewesen sei, dass er Kontakte zu Terrorgruppen im Ausland hatte.

Angriffe auf Gazastreifen

Als Reaktion auf die fortgesetzten palästinensischen Raketenangriffe beschoss Israel am Wochenende mehrfach den Gazastreifen. Dabei wurde am Sonntag ein 29-jähriger Taxifahrer getötet. Er war dabei, palästinensische Polizisten zu einem Posten bei der Stadt Beit Hanun zu bringen. Bei dem Toten handelt es sich um Jasser Abu Dscharad. Aus der Armee hieß es, grundsätzlich sehe sie die Sicherheitskräfte nicht als Angriffsziel. Doch die Palästinenser hätten sich in einer Gegend aufgehalten, von der aus Kassam-Raketen auf Israel abgefeuert worden seien. Israel habe die Beamten in den Tagen vor dem Angriff aufgefordert, die Region zu verlassen.

Bereits am Samstag starben sechs Mitglieder der Abu Risch-Brigaden, als die Israelis ein Trainingslager im Gazastreifen beschossen. Zu dieser Gruppierung gehören Vertreter von Hamas und Fatah. Nach israelischen Angaben hatten sie Terroranschläge geplant. Zudem kamen acht weitere Palästinenser bei zwei Angriffen am Freitag und Samstag ums Leben. Zwei von ihnen hatten gerade Raketen auf Israel abgefeuert. Bei den restlichen sechs handelt es sich um fünf Terroristen, darunter ein bekannter Bombenbauer, und dessen siebenjährigen Sohn. Sie gehörten der Gruppierung “Volkswiderstandskomitees” an.

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