Tennis: Strafe gegen den schwedischen Tennisverband reduziert

MALMÖ / JERUSALEM (inn) - Der Internationale Tennisverband (ITF) hat die Strafe gegen den schwedischen Tennisverband im Nachhinein deutlich reduziert. Das "Drei-Kronen-Team" hatte eine Begegnung gegen Israel unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Im Rahmen der Begegnung war es vor der Halle auch zu Handgreiflichkeiten zwischen anti-israelischen Demonstranten und der schwedischen Polizei gekommen.

Zunächst war der schwedische Verband dafür mit einer Geldstrafe von 25.000 Dollar belegt worden. Am Donnerstag teilte die ITF mit, dass die Strafe nach einem Einspruch der Schweden auf 5.000 Dollar gesenkt wurde. Für den Verlust der Eintrittsgelder, die an den drei Tagen eingenommen worden wären, müssen die Skandinavier trotzdem 15.000 Dollar bezahlen. Dies meldet die „Jerusalem Post“. Schweden hatte das Davis-Cup-Heimspiel gegen Israel mit 3:2 verloren. Die Verantwortlichen begründeten den Ausschluss der Öffentlichkeit damit, dass sie die Sicherheit der Gäste nicht gewährleisten könnten.

Der Internationale Tennisverband hatte die Strafe zunächst höher angesetzt. Zugleich wurde Malmö für die nächsten fünf Jahre als Austragungsort für schwedische Davis-Cup-Heimspiele verboten. Ein Urteil, das die Schweden zum Einspruch bewegte. Die drittgrößte Stadt Schwedens verfügt über eine linksgerichtete Regierung und eine große muslimische Minderheit. Der Stadtrat Malmös hatte die „Invasion“ Israels in den Gazastreifen scharf kritisiert und gefordert, das Match gegen Israel abzusagen. Das israelische Team wiederum prangerte an, dass die Stadt gegenüber den Gewaltandrohungen der anti-israelischen Demonstranten klein beigegeben hatte.

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