Tennis: Pe´er triumphiert in China

GUANGZHOU (inn) - Schahar Pe´er hat am Wochenende für die positiven Schlagzeilen im israelischen Tennis gesorgt. Nach drei Jahren kehrte sie beim WTA-Turnier in China in die Erfolgspur zurück. Sie besiegte die Italienerin Alberta Brianti glatt mit 6:3 und 6:4.

Die 22 Jahre alte Sportlerin hatte zuletzt 2006 drei Turniersiege errungen. Ihr letztes Endspiel verlor sie allerdings im Februar 2007 in Memphis gegen Venus Williams. Entsprechend erfreut zeigte sich Pe´er dann auch über ihren Sieg, den sie sich ohne Satzverlust gesichert hatte: „Ich bin einfach nur glücklich, weil ich sehr lange auf diesen Erfolg gewartet habe. Ich denke, dass ich schon seit längerer Zeit ganz gut spiele und mich auf einem guten Weg befinde. Ich hoffe, dass ich viel Schwung aus der vergangenen Woche für die kommende Zeit mitnehmen kann.“

Mit dem Triumph im chinesischen Guangzhou kehrt die Tennisspielerin wieder unter die ersten 50 der Weltrangliste zurück. Seit Pe´er am 29. Januar 2007 mit Position 15 ihre bisher höchste Platzierung im internationalen Tennis erreichte, konnte sie in den vergangenen zwei Jahren wenig Erfolge verbuchen. Auch im Spiel gegen Brianti, die sich durch ihre Finalteilnahme ihrerseits auf Platz 67 verbessert hat, tat sie sich zunächst schwer: „Es war ein sehr hartes Spiel. Ich war anfangs ein bisschen nervös und es war auch sehr, sehr heiß. Aber ich konnte mich auf meinen Aufschlag verlassen. Deshalb hatte ich auch nach dem schwachen Start das Gefühl, das Spiel zu kontrollieren.“

Jubel im Davis-Cup trotz Niederlage

Grund zur Freude hatte unterdessen auch das israelische Davis-Cup-Team trotz seiner letztlich deutlichen Niederlage gegen Spanien. Das Erreichen des Halbfinales in der Weltgruppe ist das bislang beste Ergebnis einer israelischen Auswahl bei dem wichtigsten internationalen Mannschaftswettbewerb im Herrentennis. So sah es auch Kapitän Eyal Ran: „Für uns und für Israel wurde heute Geschichte geschrieben. Wir werden weitermachen. Hoffentlich können wir nächstes Jahr wieder ins Halbfinale einziehen. Träume können auch ein zweites Mal wahr werden.“

Gegen die auch ohne ihre Schlüsselfigur Rafael Nadal erstklassig besetzen Spanier kämpften die israelischen Spieler redlich, sie mussten sich aber bereits nach den ersten drei Begegnungen der „besten Mannschaft der Welt“ (Ram) geschlagen geben. Auf dem Weg in das Halbfinale hatten sie zuvor Schweden und Russland besiegt.

Im Einzel unterlagen am Freitag Harel Levy und Dudi Sela den in der ATP-Weltrangliste auf Nummer 19 und 21 geführten David Ferrer und Juan Carlos Ferroro deutlich in jeweils drei Sätzen. Am Samstag folgte dann mit 7:6, 6:7, 6:4, 6:2 eine knappe Niederlage im Doppel von Andy Ram / Jonathan Erlich gegen Feliciano Lopez / Tommy Robredo. Zumindest Levy konnte im Abschlussspiel Lopez mit 7:5, 6:2 bezwingen, nachdem Ram kurz zuvor gegen Ferrer mit 3:6, 4:6 auch das dritte Einzel verloren hatte. Spanien trifft im Davis-Cup-Finale auf Tschechien.

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