Damit lehnten die Stadtverordneten den Vorschlag des stellvertretenden Bürgermeisters Arnon Giladi (Likud) ab, die Städtepartnerschaft völlig zu beenden. Der Gegenvorschlag kam von Bürgermeister Ron Huldai (unabhängig). Dies berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.
Im September 1998 waren Tel Aviv, Gaza und Barcelona eine Städtepartnerschaft eingegangen. Der Schritt sollte die Osloer Abkommen unterstützen und gemeinsame kulturelle Projekte anregen, die von der Stadt Barcelona gefördert werden sollten. Seit dem Beginn der so genannten „Al-Aksa-Intifada“ im Herbst 2000 gab es allerdings keinen Kontakt mehr zwischen der israelischen und der palästinensischen Stadtverwaltung.
Giladi begründete seinen Antrag mit den Worten: „Der Gazastreifen ist heute ein Königreich des Terrors in Nahost. Trotzdem ist Tel Aviv immer noch durch eine Vereinbarung mit ihm verbunden, die unterzeichnet wurde, als sich der Optimismus auf seinem Höhepunkt befand. Ich fordere, dass diese unheilige Allianz widerrufen wird.“
Huldai entgegnete, sein eigener Vorschlag solle signalisieren, dass „Friede immer noch zwischen uns und den Palästinensern erreicht werden kann, wenn wir richtig handeln“.
Vom Gazastreifen aus feuern Palästinenser fast täglich Raketen und Granaten auf Ziele in Israel ab.