Tausende nehmen an Beisetzung teil

NAHARIJA / HAIFA (inn) - Zahlreiche Trauernde haben am Donnerstag die israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev auf ihrem letzten Wege begleitet. Die Gefallenen wurden auf Militärfriedhöfen in Nordisrael beigesetzt. Am Mittwoch hatte die libanesische Hisbollah-Miliz die Leichen an Israel übergeben.

Goldwasser wurde am Morgen in Naharija nahe der Grenze zum Libanon bestattet, zwei Jahre und fünf Tage nach der Entführung durch die Hisbollah. Die Witwe Karnit sagte laut der Zeitung „Ha´aretz“: „In den letzten zwei Jahren habe ich für zwei gesprochen, Eldad und Udi, Regev und Goldwasser. Der Kampf, um dich nach Hause zu bringen, war von Anfang an eine gemeinsame Sache. Zum ersten Mal spreche ich heute nur von dir.“

Den Zeitpunkt der Entführung bezeichnete sie als den „Morgen, an dem die Zeit stillstand“. Sie fügte hinzu: „Ehud wird weiter meine innere Stimme und mein vollwertiger Partner sein, wenn ich mit meinem Leben weitermache.“ Die Witwe wies darauf hin, dass die Beerdigung einen Tag vor dem Geburtstag des Verstorbenen stattfand.

Regev wurde am Nachmittag in Haifa beigesetzt. Sein Bruder Ofer bekundete seinen Stolz auf Israel, das sich bemüht habe, den Soldaten zurück nach Hause zu bringen. Weiter sagte er: „Ich bin stolz auf dich, Eldad, mein jüngerer Bruder.“ Er bezeichnete den Gefallenen als Patrioten durch und durch.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak sagte in einer Ansprache: „Wir hatten nicht gehofft, Eldad und Udi auf diese Weise wieder in Israel zu sehen.“ Doch die israelische Führung sei weiter der Aufgabe verpflichtet, vermisste Soldaten heimzuholen. Auch der Fall des Navigators Ron Arad sei noch nicht beendet. Israel werde seine Bemühungen fortsetzen, etwas über sein Schicksal zu erfahren. Arad wurde im Oktober 1986 im Libanon verschleppt.

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