Tausende Beduinen demonstrieren gegen Umsiedlung

BE‘ER SCHEVA (inn) – Gut 3.000 Beduinen haben in der Negev-Wüste gegen ihre geplante Umsiedlung in offiziell anerkannte Städte demonstriert. Die Polizei war vom Ausmaß der Kundgebung überrascht.
Luftaufnahme der Kundgebung

Foto: Ynet.com / Israelisches Fernsehen

Luftaufnahme der Kundgebung

Mehrere Zehntausend Beduinen sollen laut Beschluss der israelischen Regierung aus der Negev-Wüste umgesiedelt werden. Der so genannte Prawer-Plan ruft jedoch heftigen Widerstand hervor: Einige der Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen und skandierten, sie würden sich ihr Land blutig zurückholen.
Die Polizei sperrte mehrere Straßen, um Raum für die Kundgebung zu schaffen. Laut der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ waren die Sicherheitskräfte von der großen Anzahl der Teilnehmer überrascht. Aus Sorge vor einer gewaltsamen Eskalation seien zusätzliche Polizisten angefordert worden.
Die israelische Regierung hatte einer Gesetzesvorlage zugestimmt, welche die Umsetzung des Prawer-Plans vorsieht (Israelnetz berichtete). Dieser stammt aus dem Herbst 2011 und will bis 2016 eine Umsiedlung von 30.000 bis 40.000 Beduinen des Negev aus nicht anerkannten Siedlungen in offizielle Städte erreichen. Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ wird der Plan innerhalb der kommenden zehn Tage der Knesset vorgelegt.

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