Syrisch-israelischer Grenzübergang vorübergehend in Rebellenhand

DAMASKUS / JERUSALEM (inn) – Erstmals haben syrische Rebellen am frühen Donnerstagmorgen den einzigen Grenzübergang zwischen Syrien und Israel erobert. Arabischen Medienberichten zufolge gewannen jedoch wenige Stunden später wieder die Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Kontrolle über den Kuneitra-Übergang. Aufgrund der unsicheren Lage kündigte Österreich an, seine Blauhelm-Soldaten aus den Golanhöhen abzuziehen.
Der syrische Teil des Kuneitra-Grenzübergangs wurde am Donnerstag vorübergehend von Rebellen erobert.

Infolge der heftigen Kämpfe zwischen den Bürgerkriegsparteien schlugen auch Granaten im von Israel kontrollierten Teil der Golanhöhen ein. Die israelische Armee wies Bauern, die nahe der Grenze arbeiten, an, sich von der Region um Kuneitra fernzuhalten. Dies meldet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.
Am Mittwoch hatte das syrische Militär die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Kusair von den Rebellen als „Botschaft an den zionistischen Feind“ bezeichnet (Israelnetz berichtete).
Infolge der Kämpfe hat Österreich am Donnerstag angekündigt, seine dort stationierten Blauhelm-Truppe abzuziehen. Österreichische Soldaten seien unter Beschuss geraten und hätten in Bunkern Zuflucht nehmen müssen, berichtet die österreichische Zeitung „Der Standard“. Der Abzug aus der militärischen Pufferzone erfolge „binnen zwei bis vier Wochen“ über israelisches Gebiet.

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