Sudan beschuldigt Israel nach Luftangriff

KHARTUM / JERUSALEM (inn) - Der sudanesische Außenminister Ali Karti hat Israel für einen Luftangriff auf ein Fahrzeug nahe der Hafenstadt Port Sudan verantwortlich gemacht. Dabei waren am Dienstag zwei Menschen getötet worden.

Am Mittwoch erhob Karti Vorwürfe gegen Israel, schreibt die Tageszeitung "Ha´aretz". Der Parlamentspräsident im betroffenen Bundesstaat "Rotes Meer", Ahmed Tahir, sagte, ein nicht identifiziertes Flugobjekt sei in den sudanesischen Luftraum geflogen und habe eine Rakete auf den Wagen abgefeuert. Es sei vom Roten Meer gekommen und nach dem Angriff zurückgekehrt. Die Nachrichtenagentur "Sudanesisches Medienzentrum" meldete, die Armee habe mit Raketen reagiert, das Flugzeug aber verfehlt.

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, wollte die Vorwürfe nicht kommentieren.

Im Januar 2009 war ein Konvoi von Waffenschmugglern im Bundesstaat "Rotes Meer" aus der Luft beschossen worden. Bei dem Angriff kamen nach sudanesischen Medienberichten 119 Menschen ums Leben. Auch in diesem Fall lenkten manche Berichterstatter den Verdacht auf Israel. Die Waffen stammten vermutlich aus dem Iran und waren für den Gazastreifen bestimmt. Der Sudan dient als Schmugglergebiet für Kampfmittel aus dem Iran, aber auch von den Schwarzmärkten im Jemen, Somalia und Eritrea.

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