Studie zur Geschlechtergleichheit: Israel liegt im Mittelfeld

JERUSALEM (inn) - Israel belegt nach der jüngsten Studie auf dem Index der Geschlechtergerechtigkeit von 115 untersuchten Nationen den 53. Rang. Die Erhebung beruft sich auf Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Wie die “Jerusalem Post” berichtet, wurden die Ergebnisse am Dienstag vom Institut für Marktstudien in Jerusalem (JIMS) der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Erhebung wurden mehrere Komponenten wie “Einfluss der Frauen im Land”, “Ansehen”, “Besitz”, “Erbrechtpraxis” und “soziale Rechte” von Frauen untersucht. Ein Ergebnis davon war, dass die Frauen in Israel kaum von der Gleichberechtigung profitieren. Bei der Vererbungspraxis und den sozialen Rechten kamen die israelischen Frauen auf vergleichsweise hohe Werte. Relativiert wurde die Platzierung durch die Ergebnisse der anderen drei Komponenten.

Laut der Pressemitteilung des JIMS-Institutes ist die Geschlechtergerechtigkeit in höher entwickelten Ländern prinzipiell ausgeprägter. In Israel sind zurzeit beispielsweise 16,7 Prozent der Männer und im Vergleich dazu 6,7 Prozent der Frauen selbständig. An den Stellen, wo ihre Rechte besser gewährt werden, so die Mitteilung, hätten die Frauen auch bessere Chancen, sich selbständig zu machen – was wiederum der israelischen Wirtschaft im Ganzen nutzen würde.

Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass eine höhere Geschlechtergerechtigkeit ein starker Faktor für die Reduzierung der Armut und wirtschaftliches Wachstum sind. In diesem Jahr belegte Finnland den Spitzenrang der Studie. Israel landete hinter den meisten europäischen und nordamerikanischen Ländern. Schlusslicht ist der Tschad.

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