Studie: Jeder siebte Palästinenser arbeitet in Israel oder den Siedlungen

RAMALLAH (inn) - Seit Anfang 2010 wirbt die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) für einen "Siedlungsboykott" und ruft Palästinenser dazu auf, ihre Arbeit in den israelischen Ortschaften im Westjordanland aufzugeben. Allerdings scheint sie in dieser Hinsicht keinen Erfolg zu haben: Einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des "Palästinensischen Zentralbüros für Statistik" PCBS zufolge arbeiteten im vergangenen Jahr 14,2 Prozent der Palästinenser in Israel oder den Siedlungen - 2009 waren es 13,9 Prozent.

Die in Israel oder den Siedlungen arbeitenden Palästinenser verdienten mit einem durchschnittlichen Tageslohn von umgerechnet rund 30 Euro wesentlich mehr als ihre Landsleute im Gazastreifen (9 Euro) und im Westjordanland (15 Euro).

Die PA hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 alle in den Siedlungen arbeitenden Palästinenser dazu zu bringen, ihre Beschäftigung dort aufzugeben.

Laut der Studie lag die Arbeitslosenquote im gesamten Palästinensergebiet im vergangenen Jahr bei 23,7 Prozent. Im Westjordanland waren es 17,2 Prozent. Dabei waren 16,6 Prozent der Männer und 19,7 Prozent der Frauen arbeitslos. Im Gazastreifen lag die Gesamtquote bei 37,8 Prozent. Hier waren 36,2 Prozent der Männer und 47,8 Prozent der Frauen ohne Arbeit. Bei den Palästinensern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren lag die Gesamtarbeitslosenquote bei 36,8 Prozent.

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