Studie: “35 Prozent der Jerusalemer Familien sind arm”

JERUSALEM (inn) - Die arabische Bevölkerung in Jerusalem wächst jährlich um 3 Prozent - die jüdische hingegen nur um 1 Prozent. Das ergab eine Studie, die anlässlich des am Donnerstagabend beginnenden "Jerusalemtages" veröffentlicht wurde.

Laut der Untersuchung des “Jerusalemer Institutes für Israel-Studien” (JIIS) lebten im Jahr 2008 etwa 35 Prozent der Jerusalemer Familien in Armut. 23 Prozent von ihnen kamen aus dem jüdischen und 67 Prozent aus dem arabischen Sektor. Von den Kindern lebten im vergangenen Jahr 48 Prozent der jüdischen und 74 Prozent der arabischen unterhalb der Armutsgrenze.

Die Abwanderung aus Israels Hauptstadt hielt auch im vergangenen Jahr an. Laut dem in der Tageszeitung “Ha´aretz” veröffentlichten Bericht verließen 18.500 Menschen die Stadt, 13.600 zogen hinzu. In den Jahren 2006 und 2007 hatten jeweils 6.300 Menschen mehr die Stadt verlassen, als zugezogen waren.

Insgesamt lebten am Ende des vergangenen Jahres 760.800 Menschen in Jerusalem. 492.400 (65 Prozent) von ihnen waren Juden und 268.400 (35 Prozent) waren Araber.

Der “Jom Jeruschalajim” erinnert an die Wiedervereinigung Jerusalems im Jahr 1967 nach 19-jähriger Teilung der Stadt. Seitdem haben Juden wieder Zugang zur Altstadt und damit auch zur Klagemauer.

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